Tourismusverband Lech-Ammersee:

50 Jahre Kultur und Gemütlichkeit

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Luden zum 50-jährigen Jubiläum des Tourismusverbands Ammersee-Lech: Oberbürgermeister Mathias Neuner als Vorsitzender, die ehemalige Geschäftsführerin Ulla Kurz (links) und ihre Nachfolgerin Ira Wild.

Landsberg – Tourismus vor 50 Jahren, Tourismus heute – der Gegensatz ist immens. Gebucht wurde damals per Postkarte oder telefonisch. „Die Zeiten waren nicht so schnelllebig und die Gäste nicht so anspruchsvoll“, erinnert Ulla Kurz am Donnerstag. Anlass dafür: Der Tourismusverband Ammersee-Lech feierte das 50-jährige Bestehen. Die stellvertretende Landrätin stand ihm lange Jahre als Geschäftsführerin vor. Genügten seinerzeit einige Rad- und Wanderwege für die „Sommerfrische“, so braucht es heute ein ganzes Paket an Führungen und Events sowie Angeboten für Kinder, um den Gästen genügend Abwechslung zu bieten.

In der Region gelingt das offenbar. „Die Gästezahlen haben sich seit den Anfängen sicherlich verdoppelt“, so Kurz vor dem knapp halb gefüllten Festsaal im Historischen Rathaus. Seit Ende der 1980er Jahre kommen auch immer mehr ausländische Besucher, um die Schönheiten und Kulturschätze des Landkreises zu genießen. Neben Landsberg mit seiner historischen Altstadt locken viele Kirchen, der Ammersee, das Kloster St. Ottilien, die Burgruine Haltenberg, der Schacky-­Park in Dießen und natürlich die prähistorische Siedlung Pestenacker, Unesco-Weltkulturerbe und „unser größter kultureller Schatz“, wie Landsbergs dritter Bürgermeister Axel Flörke ausführte.

Der Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung wurde bereits kurz nach der Gründung des damaligen „Fremdenverkehrs­verbands Ammersee-Lech e.V.“ Ende Juli 1969 in Windach gelegt. Das berichtete die heutige Geschäftsführerin Ira Wild. Den Vorsitz übernahm zu dieser Zeit Landrat Bernhard Müller-Hahl. Bereits 1970 begann man mit den Vorbereitungen für die ersten Prospekte und der Ausarbeitung eines Wanderwegenetzes im Landkreis.

1971 erschien dann das erste Gastgeberverzeichnis, 1976 der erste Prospekt mit Pauschalangeboten. Mit dem König-Ludwig-Weg und dem Lech-Höhen­weg entstanden Fernwanderwege, die im Wesentlichen bis heute erhalten sind. Die Notwendigkeit von Programmangeboten erkannte man bereits in den 1980er und 90er Jahren. Folglich wurden die Gastgeberverzeichnisse mit Ausflugstipps und Veranstaltungshinweisen angereichert.

Seit 1996 trägt der Tourismusverband seinen heutigen Namen. Das Fremdenverkehrsbüro heißt längst Tourist Info, um internationalen Gästen die Orientierung zu erleichtern. Zudem übernahm die Stadt Landsberg die Leitung des Tourismusverbands vom Landkreis, und seit 2012 hat Oberbürgermeister Mathias Neuner den Vorsitz inne. Um bundesweite Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden Privatzimmer und Ferienwohnungen inzwischen nach einheitlichen Kriterien klassifiziert. Seit 2006 sorgt die Homepage www.ammersee-lech-barrierefrei.de dafür, dass auch Menschen mit Handicap sich über die Freizeitangebote der Region informieren können.

„Heute ist Tourismus ein Haifischbecken“, befand Ira Wild. Bestehen könne man nur gemeinsam mit anderen Verbänden, was auch gelinge. „Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend.“ Nicht geändert habe sich in dem halben Jahrhundert die Zufriedenheit der Gäste – und die Tatsache, dass die Region nicht mit den negativen Folgen eines Massentourismus zu kämpfen habe.

OB Neuner sieht das große Plus der Region zwischen Lech und Ammersee – neben Aktivitäten wie Schwimmen und Radfahren – zum einen in ihrem kulturellen Erbe, zum anderen in ihrem Erholungswert und ihrer Gemütlichkeit. „Wir freuen uns, wenn Gäste unsere Heimat genießen und ein paar Euro dalassen.“
Ulrike Osman

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