Tradition seit 1703

Zwischen 5000 und 6000 Besucher pilgerten am Wochenende nach Vilgertshofen, um der stummen Prozession beizuwohnen. Foto: Schmid

Auch wenn heuer etwas weniger Pilger als sonst den Weg nach Vilgertshofen zum Titularfest der Bruderschaft zur Schmerzhaften Muttergottes fanden, so strömte am Sonntag dennoch eine erfreuliche Zahl von rund 5000 bis 6000 Besuchern zur Wallfahrtskirche, um der Stummen Prozession beizuwohnen.

Bereits zum Festgottesdienst mit Abt Dr. Johannes Eckert (St. Bonifaz München) scharten sich rund 1000 Gläubige in und vor der Kirche. Die Messfeier wurde per Lautsprecher auch von draußen in die Wallfahrtskirche hinein übertragen. Der Abt zelebrierte den feierlichen Gottesdienst zusammen mit Pater Steevan, Pater Daniel, Pater Joaquim, Pater Bernd Franke, Pfarrer Dr. Thomas Groll, Pfarrer Berthold Grabs, Pater Salvador und Diakon Wolfgang Brödner. Höhepunkt war dann die Stumme Prozession, in der Mitwirkende aus der Umgebung in ihren biblischen Gewändern in authentischer Weise den Leidenszug Jesu Christi darstellten. Alljährlich werden bei der Prozession verschiedene Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament gezeigt. So auch heuer: Aus dem Alten Testament waren unter anderem Esther und Judith mit den Dienerinnen, Josef, der von seinen Brüdern verkauft wurde, König David mit der Harfe und Moses mit der ehernen Schlange zu sehen. Die Szenen aus dem Neuen Testament rückten den Kreuzweg Christi in den Mittelpunkt. Jesus, der sein schweres Kreuz trug, wurde begleitet von Simon von Cyrene, einem Hauptmann auf dem Pferd sowie Pilatus und Herodes. Dahinter folgten unter anderem die Muttergottes, Veronika mit dem Schweißtuch und eine Schar von weinenden Frauen aus Jerusalem. Auch einige Kinder waren in die Prozession eingebunden und sichtlich stolz darauf, dass sie bei dem religiösen Schauspiel mitmachten, das in Vilgertshofen bereits auf das Jahr 1708 zurückgeht, als die Bruderschaft zur Schmerzhaften Mutter Gottes eingeführt wurde.

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