Traditionell in die Zukunft – Baustoffhandel Landsberg-Rieth, ein Familienbetrieb in dritter Generation

Der Tradition verpflichtet hat sich der Baustoffhandel Landsberg H. Rieth GmbH im Osten Landsbergs – aber auch der Innovation. Damit das so bleibt, ist die junge Generation nachgerückt: Carsten Rieth ist seit kurzem gemeinsam mit seinem Vater Harald Rieth Geschäftsführer des Betriebes, der 1948/49 gegründet wurde und heute 65 Mitarbeiter zählt.

Ein reiner Baustoffhandel ist das Familienunternehmen, das Carsten Rieth nun in der dritten Generation „mitführt“, allerdings nicht mehr. Früher war es das Warengeschäft mit Massengütern, wie Sand und Kies, heute sei Rieth ein Dienstleistungszentrum fürs Bauen, erklärt das neue Geschäftsführer-Duo. An der Verkaufstheke, auf Ausstellungsflächen, im Baustofflager und vor Ort auf der Baustelle würden Kompetenz und Service angeboten. Dabei ist Kundeninformation den Chefs sehr wichtig: So gibt es ein Bau-Infocenter, in dem Gewerbe- und Privatkunden über Bauthemen unterrichtet und auch Produkte vorgestellt werden. Demnächst ist eine Veranstaltung für Zimmerer geplant, bei der die Möglichkeiten der Dachdämmung diskutiert werden sollen. Momentan sei das Thema Energie, also energieeffiziente Baumaßnahmen bei Neu- und Altbauten gefragt, erklärt Carsten Rieth. Auch mit Energiefachberatern möchte der Baustoffhandel im Landsberger Osten hier ein umfassendes Angebot bieten. Ein genereller Trend sei die Renovierung, Sanierung und Modernisierung von bestehenden Gebäuden. Wenn früher der Neubau dominierte, mache diese Sparte im Baubereich heute bereits rund 60 Prozent aus. Derzeit beschäftigt sich der Baustoffhandel daher mit Energie-Sparhäusern und wie hier umweltgerecht und energiebewusst saniert werden kann. Bei Rieth versucht man mit den Produkten und Dienstleistungsangeboten alle anzusprechen – Bauunternehmen, Handwerker, Ingenieure und Privatkunden. Mit Blick auf die örtliche Konkurrenz und das bald eröffnende Fachmarktzentrum mit einem Obi-Baumarkt bleibt der 60-jährige Harald Rieth gelassen: „Wir sind guter Dinge, das zu händeln.“ Dazu soll die Kombination aus Tradition und Innovation beitragen, die Carsten Rieth als die Firmenphilosophie beschreibt. Will heißen: „Die eigenen Wurzeln nicht verneinen, zugleich am Puls der Zeit sein und Märkte aktiv mitgestalten“. Investitionen, um am Markt gefragt zu bleiben, gibt es bei Rieth nicht nur äußerlich: Nachdem vor rund vier Jahren das Bauzentrum mit dem Fachmarkt und Ausstellungsflächen neu gebaut wurde ist auch in das Personal investiert worden. Der Mitarbeiterstamm wird selbst ausgebildet. Meist sind es vier bis fünf Auszubildende, zum Beispiel im Groß- und Einzelhandel oder als Industriekaufleute, die bei Rieth lernen. Mit der Beteiligung an der Unternehmensführung tritt Carsten Rieth in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters, Hans Rieth, dem Gründer Unternehmens. Jeweils 30 Jahre lang, für die Dauer einer Generation, wurde der Baustoffhandel zu- nächst von Hans, dann von Harald Rieth geführt. Vierte Generation? Möglich, dass sich die Reihe fortsetzt – die vierte Generation sei zumindest schon geboren, erzählt der junge, 30-jährige Geschäftsführer. Nach BWL-Studium und Praktika bei verschiedenen Firmen in Hamburg und Passau arbeitet er seit 2003 im Unternehmen mit. Zuletzt war er vor allem als Prokurist tätig. Die Familientradition will Carsten Rieth gewissenhaft weiterführen. Er versichert: „Jeder bodenständige Handwerksbetrieb wird auch in Zukunft bestens bei uns aufgehoben sein.“

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