Trainingslager hinterlässt Spuren

„Ich glaube man hat uns schon die Müdigkeit angemerkt“. Das war das knappe Fazit von EVL-Stürmer Benjamin Barz nach dem zweiten Testspiel-Wochenende. Zuvor hatte er mit seinem Team zwei Pleiten gegen Peiting (1:3) und Feldkirch (2:3) einstecken müssen.

Dabei sah für den EV Landsberg gegen Peiting lange Zeit gar nicht so schlecht aus. 35 Minuten hielten die Landsberger gegen den letztjährigen Vizemeister ein 0:0 und gingen dann sogar in Führung. Thorsten Rau hatte einen Abpraller auf die Kelle bekommen und der Oldie verwandelte eiskalt zur EVL-Führung. Allerdings hielt die Freude nur 68 Sekunden. Ales Kreuzer hatte in Überzahl abgezogen, die Scheibe wurde abgefälscht und landete unhaltbar für Peter Holmgren zum 1:1 im Tor ( in der 37. Minute). Von da an hatten die Gastgeber das Spiel im Griff, vor allem weil Landsberg zu wenig aus seinen Möglichkeiten machte und Peiting in Überzahl eine Macht war. Mit einem Doppelschlag im Powerplay besiegelte Manfred Eichberger (in der 50. und in der 57. Minute) die 1:3-Niederlage für den EVL. "Blöd angestellt" Wesentlich grantiger war Coach Norbert Zabel aber nach der Niederlage gegen den VEU Feldkirch. Seine Truppe hatte die Vorarlberger zunächst zum Toreschießen eingeladen. So war es auch kein Wunder, als Raimund Divis in der 12. Minute urplötzlich frei vor dem EVL-Tor auftauchte und Alexander Reichelmeier aus nächster Nähe zum 0:1 überwand. Dazu kam, dass zwei Minuten später Benjamin Barz mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis musste, weil er Johannes Hehle mit dem Schläger im Gesicht verletzt hatte. In der fünfminütigen Unterzahl drückten zwar die Gäste, die besseren Chancen hatten aber die Landsberger mit Michal Kapicka und Daniel Nörenberg, die aber knapp scheiterten. Auch im zweiten Drittel gingen die Hausherren fahrlässig mit ihren Chancen um. Nach 38 Sekuden hatte Markus Vaitl mit einem Alleingang die Möglichkeit auf das 1:1, scheiterte aber wieder an Andersson. Stattdessen nutzten die Feldkircher ihre Torchancen eiskalt. Quasi im Gegenzug drosch Johannes Hehle die Scheibe knapp neben den linken Pfosten und zum 0:2 ins Tor (in der 22. Minute). „Wir haben uns da im Defensivverhalten einfach blöd angestellt“, so ein genervter Norbert Zabel nach der Partie, zumal die Österreicher im zweiten Drittel nur eine einzige Torchance hatten. Leinonen trifft doppelt Auf der anderen Seite schien das Gehäuse der Vorarlberger wie vernagelt – allerdings nur bis zu 32. Minute. Nachdem bereits fast drei Minuten in doppelter Überzahl vergangen waren, wurde es Veli-Antti Leinonen zu bunt. Der Finne lief von der blauen Linie in Richtung Tor und schlenzte den Puck wuchtig zum 1:2 ins Tor. Was allerdings danach kam, hatte mit Eishockey wenig zu tun. Vaitl schlug im Liegen mit dem Schläger mit voller Wucht gegen die Schoner eines VEU-Verteidigers, Wintergerst klopfte sich mit Ferrari und Zahumensky hatte nach einem üblen Check von Schmidle einen üblen Cut an der Schläfe. Zahumensky musste mit vier Stichen genäht werden, für Schmidle war das Spiel beendet (in der 39. Minute). Zahumensky kam nach der Pause wieder. Mit Erfolg – der Slowake stand anfangs den letzten Abschnitts mit auf dem Eis, als Leinonen wieder per Schlenzer in doppelter Überzahl ausglich (in der 42. Minute). Auch danach gab es für den EVL Chancen in Hülle und Fülle. Allerdings hielt der Gäste-Torwart das Unentschieden fest. Die Entscheidung fiel dann im Penaltyschießen. Für Landsberg traf nur Krull – für Feldkirch Ferrari und Divis. Rohde verletzt Die beiden Niederlagen waren aber nicht die einzigen Rückschläge für die Landsberger am Wochenende. Stürmer Markus Rohde bekam in Peiting einen Schlag aufs Knie. Wie schwer die Verletzung ist, stand zum Redaktionsschluß des KREISBOTEN noch nicht fest. Klar ist dagegen, dass der EVL am kommenden Wochenende wieder zweimal zum Testen geht. Am Freitag treten die EVler beim TSV Peißenberg an und am Sonntag, um 18 Uhr, kommt der EV Füssen.

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