18 Jahre in Denklingen

Trauer um Pfarrer Zeitlmeir

Jakob Zeitlmeir
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„Keine Feier ohne Zeitlmeir“: Der frühere Denklinger Pfarrer Jakob Zeitlmeir (hier mit Diakon Franz Bauer, links) bei der Fahnenweihe der Feuerwehr, kam auch im hohen Alter gern nach Denklingen.
  • Susanne Greiner
    VonSusanne Greiner
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Denklingen – Wer in Denklingen und Dienhausen den Namen des Pfarrers Jakob Zeitlmeir hört, der denkt gern zurück an das seelsorgerische Wirken eines leutseligen Pfarrers, der immer noch Kontakt hält zu einigen seiner „Schäfchen“, die ihm früher anvertraut waren. Nun ist er in Aichach verstorben. Im Sommer 2020 beging er in seiner Heimat Anwalting bei Augsburg den 90. Geburtstag und ebenso das diamantene Priesterjubiläum.

„Keine Feier ohne Zeitlmeir“ – das war in der Gemeinde Denklingen ein geflügelter Spruch, blicken die früheren Mesner Gottlieb und Margit Gilg zurück. Selbst im hohen Alter habe Pfarrer Zeitlmeir regen Anteil am Geschehen in Denklingen genommen; im Herbst 2019 zelebrierte er bei der Fahnenweihe der Feuerwehr den Gottesdienst. Ein „Highlight“ war für ihn an seinem früheren Wirkungsort auch das 250-jährige Jubiläum der Kirche St. Michael im Oktober 2016.

Zeitlmeir, der in einer Bauersfamilie mit sieben Kindern aufwuchs, schlug nach der Schule zunächst einen handwerklichen Weg ein; er machte eine Lehre zum Huf- und Wagenschmied. Von einem Pfarrer im Religionsunterricht an der Berufsschule besonders beeindruckt, reifte in ihm die Entscheidung, Priester zu werden. Er ging in ein Spätberufenenseminar und wurde 1960 zum Priester geweiht.

Nach Stationen als Kaplan und Pfarrer in Dillingen und Nördlingen wurde er 1981 in die Pfarrei St. Michael in Denklingen versetzt. Der Geistliche Rat wirkte dort bis 1999 als Seelsorger und hörte dort aus gesundheitlichen Gründen ein Jahr vor dem 70. Geburtstag auf.

Gottlieb und Margit Gilg erinnern daran, dass Zeitlmeir jeden Mittwoch in Dienhausen eine Messe gelesen hatte. In Denklingen hielt er die Werktagsmessen, dazu am Samstag eine Vorabendmesse und am Sonntag den Gottesdienst. Ein solcher „Service“ vor Ort ist heutzutage in Zeiten des Priestermangels, der großen Pfarreiengemeinschaften und einer zurückgehenden Zahl an Gläubigen nicht mehr vorstellbar.

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