Traumhaftes Freilichtkino

Zum Abschluss des 12. Landsberger Kino-Open-Airs füllte die Vorpremiere von Rosenmüllers „Wer’s glaubt, wird selig“ den Rossmarkt bis auf den allerletzten Platz. Foto: kb

Die Kino-Open-Air-Saison auf dem Rossmarkt ist am Mittwoch vergangener Woche so zu Ende gegangen, wie sie begonnen hatte: traumhaftes Wetter, laue Sommernacht und gute Stimmung bei den jeweils 700 Besuchern. Beide Male lockte eine Vorpremiere die Freilichtkino-Fans, die heuer zum Teil bis aus Oberstdorf und München angereist waren. „Könnt sein“, sagt Kino-Chef Rudolf Gilk, „dass sich das Kino-Event mitten in der Altstadt langsam zu einer Kultveranstaltung entwickelt.“

Zu Beginn des Open Airs war es der Film „Bavaria – Traumreise durch Bayern“, der die Massen mobilisierte, zumal auch Regisseur Joseph Vilsmaier anwesend war. Er war vom Ambiente des Landsberger Kino-Open-Airs ziemlich beeindruckt und meinte: „Schöner als am Königsplatz in München, zwar anders, aber irgendwie schöner.“ Den Open-Air-Schluss bildete schließlich die Vorpre­- miere der neuen Rosenmüller-Komödie „Wer’s glaubt wird selig“, die den Rossmarkt füllte. „Einfach traumhaft“, bemerkte ein Besucher nach der Vorstellung, „schad, dass es wieder mal vorbei ist. Hoffentlich machen’s die Gilks nächstes Jahr wieder.“ „Dass es im Großen und Ganzen so rund läuft wie heuer, war weiß Gott nicht immer so“, sagt Kinobetreiber Gilk und erinnert sich an viele verregnete Kino-Open-Airs. Auch diesmal, es war das 12. Mal, war das Landsberger Freilichtkino nicht durchgehend mit Traumwetter gesegnet. Der Kinoabend mit dem Film „Dreiviertelmond“, der süffisanter Weise in einer Vollmondnacht gezeigt werden sollte, musste wegen eines Unwetters abgebrochen werden, wurde allerdings dann in einer Dreiviertelmondnacht nachgeholt. Ansonsten gab es Abende, an denen es ein wenig frisch war, und das, so Gilk, schlägt sich natürlich sofort auf die Besucherzahlen nieder: „Es kommen dann nur die Freilichtprofis mit dicken Pullovern und wärmenden Decken“. Insgesamt gesehen aber sei es heuer ein „recht erfolgreiches Kino-Open-Air“ gewesen. Von 14 geplanten Filmen wurden 14 gespielt. „Da kann man zufrieden sein“, sagt Rudolf Gilk und dankt einmal mehr dem KREISBOTEN, der wieder einen Büroraum als „Vorführkabine“ zur Verfügung gestellt hat. Und der dankt den Bewohnern des Rossmarktes, dass sie drei Wochenenden lang klaglos die Belastungen ertragen haben. Das 12. Landsberger Kino-Open-Air wurde, wie immer, vom Olympia-Filmtheater gemeinsam mit der Stadt Landsberg und mit Unterstützung des KREISBOTEN und der Sparkasse Landsberg-Dießen veranstaltet. Rudolf Gilk: „Ohne Sponsoren wäre so ein kostenintensives Event gar nicht zu stemmen.“

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