"Flohmarkt Eldorado" in Dießen

Trotz Tropenhitze kamen Tausende von Fans

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Tausende von Besucher bummelten wieder über den Flohmarkt in Dießen.
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Tausende von Besucher bummelten wieder über den Flohmarkt in Dießen.

Dießen – Echte Flohmarktfans lassen sich auch von Tropenhitze nicht abhalten. Zu Tausenden fanden sie per Bahn, Schiff oder Auto den Weg in die Dießener Seeanlagen, wo sich seit über 30 Jahren einer der größten und beliebtesten Märkte Süddeutschlands entwickelt hat. Knapp 400 Aussteller aus Bayern und Baden-Württemberg boten unter schattigen Bäumen ihre Schätze an. Auch viele Kinder aus Dießen hatten ihre Spielzeugkisten aussortiert und hofften mit dem Verkauf auf ein bisschen Taschengeld. Für die Kids war die Teilnahme natürlich kostenlos.

Wo doch noch Sonnenstrahlen durchkamen, wurden Waren und Besucher mit Partyzelten und Sonnenschirmen geschützt. Abkühlung zwischendurch gab es am aufgedrehten Feuerwehr-Hydranten beim Spielplatz und an der Einmündung des Mühlbaches in den Ammersee. Hier waren die Treppen zum erfrischenden Nass stets von Planschern belagert, während das dafür gedachte Tosbecken in der Mühlstraße meist verwaist war.

Ab drei Uhr nachts wurde schon aufgebaut, denn die ersten Besucher, die sog „Early Birds“, warteten bereits auf den Startschuss um sieben Uhr. Laut Veranstalter Peter Kaun gibt es drei Kategorien im Flohmarktpublikum. Das sind eben jene Schatzjäger, die sich am besten noch vor Sonnenaufgang die besten Schnäppchen sichern nach dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Dann sind da die Sammler, die auf bestimmte Objekte spezialisiert sind. Mit fachmännischem Blick eilen sie durch die Standreihen und prüfen die Angebote. Die Sammler sind in der Regel Experten, kennen die Preise und feilschen wie auf einem orientalischen Basar.

Und da sind schließlich die sogenannten Flaneure, die den Großteil der Besucher ausmachen. Leute, die einfach nur aus Spaß durch die Seeanlagen flanieren, das besondere Flair genießen und das bunte Markttreiben bestaunen. Man trifft nette Leute, kann ein Bierchen trinken, Brotzeit machen und die Kinder dürfen sich auf dem großen Spielplatz nebenan austoben. Und natürlich wird auch das eine oder andere gekauft. Das Angebot ist schließlich so vielfältig, dass man einfach nicht widerstehen kann.

Es ist eine Zeitreise durch vergangene Tage, wenn man das Angebot aufmerksam durchstöbert: Geschirr, Haushaltswaren, Bierseidel, Hirschgeweihe, Klamotten, Kinderspielzeug, Bücher, Schallplatten, Bilder, Teppiche, Musikinstrumente und Kitsch in allen Variationen. Und sogar echte Antiquitäten stehen zum Verkauf.

Organisator Peter Kaun legt Wert darauf, dass hier weder Neuware noch Kirmesplunder verkauft wird. Das schätzen besonders die Stammgäste, die seit Jahren am ersten August-Sonntag den Dießen-Ausflug als festen Termin im Kalender haben. Peter Kaun: „Die Markstrukturen sind bei uns gesund gewachsen. Das Verhältnis zwischen Anbietern und Besuchern ist ausgewogen. Die besondere Lage am Seeufer lädt geradezu ein zum Lustwandeln und Kommunizieren.“ Die meisten der Anbieter kommen seit vielen Jahren und sind ausgesprochen zufrieden mit der Publikumsresonanz.

Man könnte eine Veranstaltung dieser Art natürlich auch ganz unromantisch „Gebrauchtwaren-, Second Hand- und Trödelmarkt“ nennen. Woher der Name Flohmarkt kommt, wissen nur die Wenigsten. Der Name stammt aus Frankreich, wo die ersten Märkte für alte Kleider stattfanden, die Händler von Reichen und Adeligen abgeluchst hatten. Da man es im 18. Jahrhundert mit der Hygiene nicht so genau nahm, waren die Klamotten voller Flöhe, die so mit dem Kauf zum neuen Besitzer wechselten. Im Volksmund nannte man das „marché aux puces“, also Flohmarkt.

Dieter Roettig

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