Trunkenbolde, Vandalen, Ratten

Trinkende Jugendliche am Bahnhof, Vandalismus und Altautos in der Fischerei, Ratten und Müll am Ammersee-Gymnasium – den Dießenern brennt so einiges unter den Fingernägeln, wie am Donnerstag auf der Bürgerversammlung deutlich zu vernehmen war.

„Der Bahnhof ist versifft und verdreckt, der Automat so verklebt – ich traue mich gar nicht mehr hinzulangen.“ Mit deutlichen Worten formulierte ein Dießener die Problematik verbunden mit dem Wunsch, die Gemeinde möge nun, da sie Eigentümer sei, eingreifen. Auch dem Partygelage am Bahnhof, vor allem an Wochenenden, müsse Einhalt geboten werden. Ein Dießener Gastronom berichtete von regelrechtem Vandalismus in der Fischerei: Stühle würden verzogen, Verkehrs­- zeichen umgebogen, Blumentöpfe geleert. Die Bürger forderten in der Konsequenz mehr Polizeipräsenz und nächtliche Kontrollen. Auch die „Oldtimersammlung“ eines Bewohners samt Sperrmüll im Alexander-Köster-Weg ärgert die Bürger der Marktgemeinde – nicht erst seit gestern. „Dies halte ich an einer so exponierten Lage in einem Fremdenverkehrsort für nicht tragbar“, hieß es in der Wortmeldung. "Nachtgesindel" Diesbezüglich gebe es nun keine Nachsicht mehr, Bußgelder sollen Abhilfe schaffen, pflichtete Bürgermeister Herbert Kirsch bei, der selbst „einen dicken Hals“ habe. Um Vandalismus in den Seeanlagen vorzu­beugen, schlug ein weiterer Bürger das Anbringen von Strahlern vor. „Schlichte Leuchten reichen, dann hält sich das Nachtgesindel dort nicht mehr auf.“ Der gleiche Redner kritisierte, dass seit nunmehr 20 Jahren für sechsstellige Summen die Seeanlagen überplant würden, und sich doch nichts tue. Als so dringlich, dass sie sich nun schriftlich an Landsbergs Landrat Walter Eichner wandten, empfinden mehr als 40 Anlieger des Ammersee-Gymnasiums die Müllproblematik rund um die Schule. Gerade für die älteren Gymnasiasten seien die direkt angrenzenden Straßen zum Ersatzschulhof geworden. Zurück blieben Abfall und Zigarettenkippen – Gespräche mit den Schülern selbst wie auch mit Rektor Klaus Rechenberger hätten bisher zu keinem Ergebnis geführt. Die Anwohner wünschen sich ein „Ramadama“, das die Schulleitung jedoch abgelehnt habe. Was die Menschen ärgert, freut offensichtlich das Ungeziefer, denn von Anfang Februar bis Mitte März wurden auf Betreiben des Landkreises rund um das Gymnasium Rattenköder ausgelegt. Die Beköderung mit Cumarinderivat sei abgeschlossen, hieß es auf Nachfrage im Landratsamt. Anwohner hatten sich Sorgen um die Kinder gemacht, da die Köderboxen sichtbar aufgestellt worden waren und niemand über den Rattenbefall informiert wurde. Kirsch versprach, das Thema als ASG-Referent mit in den Kreistag zu nehmen.

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