TSV-Fußballkader im Umbau

Wird in der nächsten Zeit viele Spielergespräche führen: Toni Yildirim, sportlicher Leiter des TSV. Foto: Kruse

Zwei Neue sind es bei den Fußballern des TSV Landsberg schon, in den nächsten Tagen dürften weitere Verpflichtungen dazukommen. Dafür trennt sich der Verein von mehreren Spielern, die die Erwartungen bisher nicht erfüllen können.

Einer der Neuzugänge ist ein bekannter Name, der sich zuletzt unterklassig aufhielt: Roland Krötz (26) kommt vom SV Apfeldorf, spielte allerdings auch schon in Unterhaching, Kottern und Raisting. Zwar fehlt dem Defensivspezialisten noch ein wenig zur optimalen Fitness, „aber er ist auf einem guten Weg“, sagt Toni Yildirim, sportlicher Leiter beim TSV. Spielertrainer Sven Kresin, der mit Krötz den Konkurrenzkampf auf der „Sechser-“Position anheizen will, gibt sich optimistisch: „Klar, dass die unteren Ligen Substanz kosten, aber Krötz hat in den letzten Monaten teilweise dreimal bei uns und zweimal in Apfeldorf trainiert. Da hat er schon gezeigt, dass er Herz hat. Läuferisch ist er in der Landesliga sicher nicht überlegen, aber fußballerisch sticht er heraus.“ Ähnliches gilt auch für die zweite bereits bestätigte Verpflichtung. Askin Ünlü kommt vom Bezirksligisten Lerchenau-Nord und war dort Dreh- und Angelpunkt. „Der kann auf 6, 8 oder 10 spielen“, freut sich Yildirim darüber, dass der 28-Jährige (der ebenfalls bereits zwei Monate in Landsberg mittrainiert hat) an den Lech wechselt. Ünlü genoss seine Ausbildung in Unterhaching und beim FC Bayern München und schien zu höherem berufen. Yildirim: „Einige Verletzungen haben ihn dann zurückgeworfen. Jetzt will er es noch einmal wissen.“ Auch Kresin freut sich schon auf ihn, nachdem er ihn im Training ausgiebig beobachten konnte. „Ein begnadeter Fußballer mit einem sensationellen Schuss. Und vor allem ist auch er mit viel Herzblut dabei. Er wird Bonfert und Salemovic deutlich entlasten. Damit müssen die nicht ständig am Anschlag spielen.“ Warum kommt ein Mann wie Ünlü nach Landsberg? „Er sieht den Fokus Bayernliga“, so Kresin. Das Geld lockt ihn jedenfalls nicht, denn davon hat man beim TSV wesentlich weniger zur Verfügung als bei manchem Ligakonkurrenten. „Es ist schon ungewöhnlich, was Aichach und Schwabmünchen finanziell aufbieten, der Charakter der Landesliga wird damit schon ein wenig kaputtgemacht“, meint Yildirim. Zu beobachten war das im Fall Manuel Müller: Der Bayernliga-Stürmer, der jetzt in Schwabmünchen unterschrieben hat, hatte auch beim TSV vorgesprochen. „Ein kurzes Gespräch“ sei das gewesen, so der sportliche Leiter, „an seine finanziellen Vorstellungen hat für uns noch nicht einmal ansatzweise ein Weg hingeführt. So wünscht sich Yildirim auch „endlich einmal ein paar Gönner oder einen Mäzen, der etwas in die Mannschaft steckt, damit wir in Landsberg eine richtige Fußballkultur aufbauen können. Das müssen gar nicht immer die Riesensummen sein, uns macht schon ein Tausender vieles leichter.“ So hat derzeit Sven Kresin noch einige Spieler auf dem Wunschzettel, allerdings hängt vieles von der Finanzierbarkeit ab. Unter anderem hat man noch einen Spieler aus der 2. Liga in Österreich im Auge und einen wieselflinken Stürmer aus der Nähe von München. Namen will man momentan noch nicht nennen. Gerüchten zufolge ist der TSV aber zudem auch an Raistings BOL-Verteidiger Michael Stoßberger (22) dran. Dass im Gegenzug auch einige Spieler den Verein verlassen müssen, wurde mehrfach betont. Inzwischen ist auch klar, wen es trifft: Josef Noder, Michael Kares, Kevin Enzi und Roman Schuster haben wohl keine Zukunft mehr beim TSV. Bei Noder „hat sich herausgestellt, dass seine Schichtarbeit doch eine große Belastung ist“, sagt Kresin, der ihm aber ein gutes Zeugnis ausstellt: „Menschlich ein Super-Typ.“ Noder wechselt zurück zu seinem alten Verein nach Rottenbuch. Enzi und Schuster waren laut Kresin „sehr bemüht, aber da kam immer im Training zuviel und im Spiel zuwenig. Sie dürften aber eine Liga weiter unten auf jeden Fall herausstechen.“ Bereits in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst ist der Vertrag mit Mario Michelini. Der Mittelfeldmann hatte wegen privater und beruflicher Belastungen selten sein Potenzial abrufen können und stand auch nicht immer zur Verfügung. Kresin hofft, dass er mit den Verpflichtungen und der Rückkehr von Stürmer Stefan Strohhofer in den Kader schon das Gerüst für die Bayernliga zusammen hat. „Es wäre schön“, sagt der Trainer, „wenn wir nach der Saison noch eine Fluktuation von vielleicht drei bis vier und nicht sieben bis acht Spielern haben.“

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