Mit dem Turbo ins Internet

Beim ersten Spatenstich für die Breitbandversorgung (von links): Erna-Maria Trixl (LEW TelNet), Andreas Graf (Landratsamt Landsberg), Breitbandpate Wolfgang Hentschke (VG Reichling), Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler und Christian Smetana (M-net). Foto: Schmid

„Das ist ein wichtiger Meilenstein für uns“, freut sich Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler und mit ihr alle Bürger und Gewerbetreibenden, die sehnsüchtig auf den superschnellen Internetzugang gewartet haben: Der erste Spatenstich für den Ausbau des Breitbandnetzes ist vergangene Woche erfolgt. Im Sommer nächsten Jahres können die Reichlinger mit bis zu 50 Megabit (!) pro Sekunde im Internet surfen.

Im Zuge der Bauarbeiten, die jetzt begonnen haben, werden mehr als zehn Kilometer neue Glasfaser- und Kupferleitungen verlegt. Das Projekt wird von den Firmen LEW TelNet und M-net gemeinsam umgesetzt. Die LEW TelNet verlegt die Leitungen in allen vier Ortsteilen, Reichling, Ludenhausen, Reichlingsried und Gimmenhausen. Damit werden dann an sechs verschiedenen Punkten im Gemeindegebiet die vorhandenen Telefonleitungen mit dem Breibandnetz der LEW TelNet verbunden. M-net stellt hingegen das technische Equipment zur Realisierung der innovativen VDSL-Technik zur Verfügung. Sobald die Arbeiten beendet sind, wird M-net den Reichlingern die hochmodernen Internetzugänge bereitstellen. Neidvolle Blicke Für ein kleines Dorf wie Reichling ist solch ein Turbo-Internet-Anschluss eine große Errungenschaft: Denn der Standard liege lediglich bei etwa sechs Megabit, zog Christian Smetana, Vertriebsleiter der M-net-Niederlassung Augsburg, einen Ver­- gleich. Mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde wird in der Lechraingemeinde daher ein Vielfaches an Geschwindigkeit von dem erreicht, was eine Standard-DSL-Anschluss heute zu leisten vermag. „Da wird der ein oder andere Landsberger jetzt vielleicht neidvoll nach Reichling schauen“, so Smetana. Die künftige VDSL-Plattform in Reichling wird auch anderen Netzbetreibern offen stehen. Wann die Reichlinger dann aber auch die Möglichkeit haben, zwischen verschiedenen Anbietern zu wählen, steht bis jetzt noch nicht fest. Erst mal zählt nur, dass die knapp 900 Haushalte auf alle Fälle schon im nächsten Jahr auf der Datenautobahn auf der Überholspur unterwegs sein können.

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