Bippus will Kirsch beerben

Volker Bippus geht für die UBV ins Dießener Bürgermeister-Rennen

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Hanni Bippus beglückwünschte ihren Mann Volker als erste zur Nominierung als UBV-Bürgermeisterkandidat für die Marktgemeinde Dießen.

Dießen – Jetzt ist das halbe Dutzend voll. Genau 230 Tage vor den Kommunalwahlen am 15. März 2020 gibt es in der Marktgemeinde Dießen sechs Bewerber/innen für das Amt des scheidenden Bürgermeisters Herbert Kirsch. Als vorerst letzter Kandidat stieg Volker Bippus (56) von der Unabhängigen Bürgervereinigung UBV in den Ring. Der Lehrer für Deutsch und katholische Religionslehre am Stetten-Gymnasium in Augsburg sitzt seit 2008 für die UBV im Gemeinderat, unter anderem als Mitglied im Bau- und Umweltausschuss.

Bei seiner offiziellen UBV-Vorstellung als Bürgermeisterkandidat waren auch die Mitbewerber Sandra Perzul (Dießener Bürger), Marianne Scharr (unabhängig) und Florian Zarbo (Freie Wähler) sowie Bürgermeister Kirsch zu Gast. Inzwischen eine Tradition in diesem Wahlkampf, dass man trotz Konkurrenz willkommen ist.

Volker Bippus sieht Dießen als den „Markt der Möglichkeiten“ und stellte sich mit den Schlagworten „Frisch, fromm, fröhlich und frei“ vor. Als fromm kennt man ihn als Pfarrgemeinderatsvorsitzenden der Pfarreiengemeinschaft Mariä Himmelfahrt sowie im liturgischen Dienst des Marienmünsters. Fröhlich sieht sich Bippus als früher aktiver Volleyballspieler und als erster Vorstand des MTV Dießen.

Frei würde sich Bippus gerne voll und ganz der neuen Herausforderung als Dießener Rathaus­chef widmen. Er betonte, dass es ihm in seinem bisherigen ehrenamtlichen Engagement oder auch in der neuen Funktion als „Gemeindevorsteher“ allein um die Sache gehe. Nur miteinander und in Kenntnis der Umstände sowie der Möglichkeiten könne man gestalten. Er wünsche sich eine zupackende, aber pragmatische Politik mit Kommunikation, Transparenz und Organigramm.

Die UBV als Zusammenschluss von Bürgern, die sich unabhängig von einer Parteizugehörigkeit engagieren wollen, hätten seit ihrer Gründung 1989 entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung Dießens genommen. Als Schwerpunkte sieht Bippus die Förderung eines sozial- und umweltverträglichen Wachstums des Wirtschaftsstandortes Dießen, eine verkehrsgünstige Anbindung an München und Augsburg durch den ÖPNV sowie die Entlastung vom Schwerlastverkehr. Zu diesem Punkt wurde heftig diskutiert am Beispiel der zu engen Herrenstraße, wo das Miteinander von Lastwagen, Radfahrern und Fußgängern oft beängstigend ist. Den Ortsverkehr, zwischen See und Hang mit wenig Entwicklungsmöglichkeiten, wolle man konstruktiv lösen. Wichtig seien dabei auch neue Formen der Mobilität wie E-Bikes, um Zweitwagen einzusparen.

Weiter hatte Bippus eine Belebung der Marktgemeinde durch attraktive Freizeit- und Kulturangebote auf der Agenda sowie die Entwicklung des Ortsbildes. „Nicht alles gehört verändert, ist schlimm und schrecklich.“ Dießen habe eine gute Infrastruktur und biete viel für Freizeit und Tourismus. Man wolle die Lebensqualität im Auge behalten und „nicht mit einer Regelungsflut vieles verunmöglichen, sondern miteinander machbare Lösungen anstreben.“ 

Dieter Roettig

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