Die Segnung der Rösser

Über 100 Pferde beim Uttinger Leonhardi-Ritt gesegnet

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Der traditionelle Uttinger Leonhardi-Ritt lockte wieder viele Zaungäste aus der ganzen Region an.
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Der traditionelle Uttinger Leonhardi-Ritt lockte wieder viele Zaungäste aus der ganzen Region an.
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Der traditionelle Uttinger Leonhardi-Ritt lockte wieder viele Zaungäste aus der ganzen Region an.

Utting – Das dunstig-neblige Herbstwetter hielt die Uttinger und viele auswärtige Besucher nicht davon ab, den traditionellen Leonhardi-Ritt live zu erleben. Vor allem die dick eingepackten Kids waren begeistert von den über einhundert Pferden sowie den Motivwagen und Kutschen, die die St. Leonhard-Kirchen dreimal umritten, beziehungsweise umfuhren – ganz so wie es Brauch ist.

Seit 1982 hält der Uttinger Leonhardi-Verein mit seinem rührigen Vorstand Michael Bauer die Tradition von 1780 wieder aufrecht, die an den im sechsten Jahrhundert gestorbenen Leonhard von Limoges erinnert. Er galt erst als Schutzpatron und Fürsprecher der Gefangenen, später als „Bauernherrgott“ für alle Belange des bäuerlichen Lebens sowie für Hornvieh und Rösser. Landwirte und Fuhrmannsleute riefen ihn an und baten um Schutz für ihre unentbehrlichen Last- und Arbeitstiere. Ein Spruch aus dieser Zeit: „Nach der Arbeit Schwere, an Leonhardi die Rösser ehre“. Diese „Ehre“ begann mit einem Festgottesdienst in St. Leonhard an der Dießener Straße mit Erzabt Wolfgang Öxler aus Sankt Ottilien und Pater Xaviour Joseph Namplampara. Sie platzierten sich danach zu den Klängen des Schülerblasorchesters Sankt Ottilien auf einem weißblauen Podest hinter der Kirche, deren Fassaden-Renovierung glücklicherweise rechtzeitig vor dem Festtag vollendet wurde. Vor ihrem dreimaligen Umritt erhielten die Rösser mit Weihwasser und Weihrauch ihren Segen.

Die Pferde waren auf Hochglanz gestriegelt und festlich herausgeputzt, um dem Festtag das würdige Ambiente zu verleihen. Michael Bauer fungierte wie immer als fachkundiger Moderator und stellte den Schaulustigen die einzelnen Gruppen und Gespanne vor. Interessant zu hören, warum die 1712 fertiggestellte St. Leonhard-Kirche auf gleicher Höhe zwei Eingänge hat: Bei den ersten Uttinger Leonhardi-Feiern ab 1780 ritten die Teilnehmer quer durch die Kirche.

Nach den Vorreitern mit dem Kreuz eröffneten der Leonhardi-Verein Utting und der Patenverein Burggen mit ihren Standarten den Zug, gefolgt vom Wagen mit der wertvollen Figur des Hl. Leonhard. Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde vom Landsberger Künstler Lorenz Luidl (1645 bis 1719) angefertigt. Die kostbare Requisite wird in der Ortskirche Maria Heimsuchung aufbewahrt und bekam vor Jahren eine Plexiglashülle, damit sie bei schlechtem Wetter geschützt ist. Reitergruppen aus der ganzen Region präsentierten ihre Rösser zwischen den Motivwagen.

Wie jedes Jahr wurde vor allem die St. Leonhard-Kirche im Miniformat bestaunt, als sie die Originalkirche umrundete. Beifall gab es auch für „Die Schöpfung“ und „Das Marterl“. Von der Ehrenkutsche aus winkten die Geistlichkeit, Uttings Bürgermeister Josef Lutzenberger und Landrat Thomas Eichinger den begeisterten Zaungästen zu. Darunter Kreisrätin Renate Standfest, die als grüne Bürgermeister-Kandidatin Lutzenberger beerben und im kommenden Jahr in der Kutsche sitzen will.

Der Uttinger Leonhardi-Ritt am Ammersee-Westufer gehört neben Bad Tölz, Kreuth, Warnau oder Fürstenfeldbruck zu den großen Umritten und wird unter anderem wegen seiner ideenreichen Motivwagen weithin gerühmt.
Dieter Roettig

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