Große Herausforderung für Betriebe:

In der Lech-Ammersee-Region fehlt es an Azubis

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Auch in der Gastronomie und Hotellerie sind Auszubildende Mangelware.

Landkreis – Für die vielen ausbildungswilligen Betriebe im Landkreis Landsberg bleibt es auch heuer eine große Herausforderung, alle Ausbildungsplätze mit Azubis zu besetzen. Wenige Wochen vor Start des neuen Ausbildungsjahres sind laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit noch 307 Lehrstellen offen. Ihnen stehen 275 unversorgte Schulabgänger gegenüber. Rechnerisch steht damit jedem Bewerber eine Stelle zur Verfügung.

Zwar ist die Anzahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen – teils auch Corona-bedingt – um über zwölf Prozent auf 687 gesunken, gleichzeitig nahm jedoch auch die Anzahl an gemeldeten Bewerbern um über 14 Prozent auf 701 ab. „Für ausbildungswillige Betriebe bleibt die Situation daher– zumal der Corona-Stillstand die Suche nach geeignetem Fachkräftenachwuchs massiv erschwert hat – sehr schwierig“, sagt Reinhard Häckl, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Landsberg.

Für Ausbildungsbetriebe und Auszubildende gleichmaßen eine wertvolle Hilfe: Azubi+, das regionale Ausbildungsmagazin des KREISBOTEN.

Nachdem die Mehrzahl der Betriebe schrittweise wieder zur Normalität zurückkehrt, lohne es sich umso mehr für alle, die an einer Berufsausbildung interessiert sind, mit dem Bewerben nicht nachzulassen. „Die Chancen sind optimal, dass jeder, der einen Ausbildungsplatz will, auch einen findet“, so Häckl. Der Vorsitzende ermutigt die jungen Erwachsenen: „Lassen Sie sich bei Ihrer Suche von der Corona-Krise und ihren Auswirkungen nicht verunsichern. Unsere Betriebe schauen nach vorn. Für sie sind Azubis die beste Zukunftsinvestition.“

Häckl verweist auf eine aktuelle Umfrage der bayerischen IHKs, in der drei Viertel der befragten Betriebe sagen, dass die Ausbildung trotz Corona normal weiterläuft. „Jeden Azubi erwartet nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss eine spannende und erfüllende berufliche Zukunft, die alle Wege offen lässt“, betont der Ausschussvorsitzende.

10 Prozent weniger

Häckl geht außerdem davon aus, dass es über den Sommer bei den Vertragsabschlüssen auch zu einem Aufholeffekt kommen wird: „Es bestätigt sich zwar auch im Landkreis Landsberg der oberbayernweite Trend, dass Stand heute bei Betrieben in Industrie, Handel und Dienstleistungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 fast zehn Prozent weniger Verträge abgeschlossen wurden, doch durch Corona haben sich alle Abläufe verzögert.“ Schnupper­praktika, Ausbildungsmessen und Bewerbungsgespräche konnten nicht stattfinden. Deshalb dürften so manche Ausbildungsverträge mit zwei oder drei Monaten Verspätung abgeschlossen werden.

Die Ende Juni veröffentlichten Zahlen der Arbeitsagentur beziehen sich auf alle Bereiche der beruflichen Bildung. Davon ist der IHK-Bereich im Landkreis Landsberg mit über 1.000 Azubis in rund 250 Ausbildungsbetrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen der größte. Er steht für knapp 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Danach folgen Handwerk und freie Berufe.

Wer offene Ausbildungsplätze anzubieten hat oder wer einen Ausbildungsplatz sucht, ist beim KREISBOTEN Landsberg und dessen MagazinAzubi+ sowie bei unserem regionalen Jobportal Localjob an der richtigen Adresse.

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