Über den neuen Lechsteg zum Bus

„Wir bauen den Hauptplatz keinesfalls so um, dass er ein Busbahnhof für 600 plus X Schüler wird!“ Damit ist im Grunde alles gesagt: Die Schüler des Ignaz-Kögler-Gymnasiums können sich bereits jetzt auf einen längeren Schul-Fußweg einstellen, voraussichtlich vom Bus-Bahnhof über den Lech ans oberbaye­rische Ufer und vielleicht bald über die längst geplante Fuß­gängerbrücke zwischen Mutterturm und Inselbad. Das hat Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) vergangene Woche im KREISBOTEN-Redaktionsgespräch bekräftigt.

Dass die Schulbusse auf dem Hauptplatz in den Augen vieler Lechstädter ein echtes Problem sind, ist nicht neu. Bislang ist darüber allerdings nicht so intensiv debattiert worden wie in diesen Tagen im Zuge der Bür­-gerbe­teiligung zum Hauptplatzumbau. Neben anderen Themen sei die Bussituation in zahl­- reichen Diskussionen immer wieder thematisiert worden, be­richtet Leh­mann. Ein Ergebnis dieses Prozesses sei nun, dass solche Fragestellungen parallel zum Hauptplatzverfahren ab­ge­arbeitet würden. Konkret: Erste Gespräche mit Dietmar Winkler, ÖPNV-Experten im Landratsamt, sind bereits geführt. Das wäre ohnehin erforderlich gewesen, da wäh­rend der Umbauphase auf dem Hauptplatz kein Schulbusverkehr möglich ist. Für das Stadtoberhaupt ist klar: „Die 600 plus X IKG-Schüler werden in Zukunft auf der anderen Seite des Lechs in den Bus oder aus dem Bus steigen.“ Und das wird wohl nicht am „Papierfleck“ vor dem Mutterturm sein, sondern am Bus-Bahnhof. Vor Jahren hat ihn die Stadt am Bahnhof für viel Geld so bauen lassen, dass dort auch der Schulbusverkehr ab­ge­wickelt werden könnte. Die Frage nach dem kürzestmöglichen Schulweg vom IKG zum Bahnhof führt zwangsläufig zu einer neuen Fußgängerbrücke. Im Rahmen des Wettbe­-werbes „Stadt – Land – Fluss“ ist sie zwischen der Nordwest-Ecke des Inselbades und dem Bereich „Pa­pier­fleck“/Mutterturm positioniert worden. Die Brückenpläne sind jetzt aus der städtischen Schub­lade gezogen worden, wie OB Lehmann bestätigt. „Die Untersuchungen laufen bereits“, sagt er und fügt hinzu, dass dieses Projekt auch durch die anstehende Schließung der Pöttinger-Schmiede an Aktualität gewonnen habe. Für die Stadt ist das von Interesse, weil sie durch das städtebaulich sehr attraktive Pflugfabrik-Areal eine direkte Verbindung vom neuen Lechsteg zum Bahnhof und zum Sport­zentrum plant. Bis es soweit ist, böte sich aber auch eine Fußwegverbindung hinter dem Landratsamt an. Abgabe noch bis zum Freitag Wer es aus welchem Grund auch immer versäumt hat, den Fragenkatalog zum Hauptplatzumbau bis zum 7. Juli abzugeben, der kann dies noch bis Freitag nachholen. „Bis dahin lassen die Nachlieferung im Bürger­büro zu“, so OB Ingo Lehmann. Ungeachtet der noch ausstehenden „Nachläufer“ zeigt sich das Stadtoberhaupt mit der Bür­ger­beteiligung sehr zufrieden. Etwas mehr als 2000 Lechstädter hätten sich bis zum Ablauf der Abgabefrist mit den drei Umbauentwürfen und den jeweils zwölf Fragen dazu beschäftigt. Den ein oder anderen Lechstädter mag gestört haben, nicht direkt für einen Entwurf stimmen zu können. Das sollte er auch nicht, denn „so ein komplexes Thema kann man nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten“, sagt Lehmann. „Wir wollten ausloten, welcher Vorschlag die höchste Akzeptanz und den geringsten Widerstand bringt.“ Allerdings: Nummer 12 sei eine verkappte Ja-Nein-Frage gewesen. Mit „Die Gestaltung wird der einmaligen Schönheit und Be­deu­tung des Platzes gerecht!“ sei eine differenzierte Antwort sehr wohl möglich gewesen. Als nächsten Schritt sieht der Fahrplan jetzt vor, das Bürgervoting zu bewerten und Auftragsverhandlungen mit den Architekturbüros zu führen. Voraussichtlich am 29. September wird der Stadtrat Farbe bekennen müssen. Bis dahin will sich OB Lehmann für keinen der drei Entwürfe positionieren. „Ich kann mit jedem gut leben“, sagte er, denn jeder sei deutlich besser als der Ist-Zustand.

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