Über den Wolken

Bevor es für die Ferienprogrammteilnehmer tatsächlich am Geratshofer Segelflugplatz in die Luft ging, gab es für alle eine Einweisung in die Technik des Fluggeräts. Fotos: Eggler

Wer hat ihn nicht schon als Kind gehabt, den Traum, einmal selbst im Cockpit eines Flugzeuges zu sitzen und zu erleben, wie es gesteuert wird? Für eine Gruppe 13- bis 15-Jähriger aus dem Kreis Landsberg, die am Ferienprogramm der Stadt teilnahmen, wurde es jüngst Wirklichkeit: Zusammen mit Fluglehrern, Piloten und einem Teamtrainer des LSV Geratshof durften sie einen Tag den Flugbetrieb am Segelflugplatz managen, dabei Starts und Landungen organisieren und natürlich auch mehrere Flüge im Cockpit live mit erleben.

Dabei wurden die zehn Jugendlichen von Anfang an voll in den Flugbetrieb integriert, der zunächst mit einem Sicherheits- und Wetterbriefing startete. Danach kam die erste große Herausforderung: Die im Hangar verschachtelt untergebrachten Segelflugzeuge, die bis zu 26 Meter Spannweite haben, mussten vorsichtig ausgeräumt und startklar gemacht werden. Parallel dazu galt es die Winde zu platzieren und den mobilen Tower zu aktivieren. Und dann ging's los: Mit der irren Anfangsbeschleunigung von null auf hundert in nur zwei Sekunden katapultierte die Winde den vierzehnjährigen Florian, der sich als erster traute, zusammen mit Fluglehrer Michi Seischab in die Luft auf eine Höhe von 450 Metern über dem Flugplatz. „Wahnsinn – der Start geht voll ab! Und dann diese Aussicht und Ruhe da oben – alles wirkt so winzig klein... der Hammer!“, schildert Florian mit glänzenden Augen die Eindrücke seines über 20-minütigen Segelfluges über die Lechlandschaft und Landsberg. Wie ihm geht es allen weiteren Teilnehmern des Ferienprogrammes. Selbst die, die zunächst eher zögernd und mit einem mulmigen Gefühl ins Cockpit steigen, sind nach ihren beiden Flügen begeistert und würden am liebsten noch eine dritte Runde drehen. „Als wir oben waren, war meine Angst plötzlich wie weggeweht und es war einfach nur noch genial“, so Hanna, 14, nach der Landung über ihren Flug mit Bundesligapilot Dirk Küpper. Für die ganz Mutigen gab's am Nachmittag noch ein ganz besonderes Schmankerl: Sie durften mit Kunstfluglehrer Janik Eggler bei Loopings die Welt Kopf stehen lassen und im Parabelflug das kribbelnde Gefühl der Schwerelosigkeit erleben. Nach den Landungen musste die Mannschaft die gelandeten Segelflugzeuge wieder zum Start ziehen, wobei sich der hierfür verwendete Traktor, den die Teilnehmer in Begleitung von Kai Hollich vom Geratshofer Jugendteam selbst steuern durften, als weitere Attraktion herausstellte. Der dreizehnjährige Jonas ist einer von denen, die sich am Abend kaum vom Flugplatz trennen können und nun sehnsüchtig auf ihren vierzehnten Geburtstag warten - dem Stichtag, ab dem man bereits mit der Segelflugausbildung starten kann. „Sieht aus, als hätten wir einmal mehr den Pilotennachwuchs gesichert“, freute sich LSV Geratshof-Chef Sepp Holzapfel am Ende des gelungenen Tages.

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