Bürgerbahnhof bald in "neuem Outfit"

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Neue Zeiten brechen im Bürgerbahnhof Landsberg an: Im Frühjahr soll die Neueröffnung „im neuen Outfit“ stattfinden.

Landsberg – Im Landsberger Bürgerbahnhof tut sich was: Eigentümer Andreas Holzhey und Betreiber Thomas Schmidt wollen mit einem vollkommen neuen gastronomischen Konzept aufwarten. Doch das ist nicht die einzige Veränderung, die am Bahnhofsplatz 1 bevorsteht. Eines steht fest: Das „Café Mondial“ wird es ab dem Frühjahr so nicht mehr geben.

Bereits 2004 und 2005 ist der Bahnhof in Landsberg komplett saniert worden. Ziel war es, dass die Leute „keinen großen Bogen mehr um den Bahnhof machen, sondern sich wolhfühlen“, sagt Andreas Holzhey, Geschäftsführer der Bürgerbahnhof Oberland GmbH & Co. KG. Ein Ziel, das offenbar aufgegangen ist: 2007 wurde er zum „Bahnhof des Jahres“ gewählt. Doch dann änderten sich die Zeiten. „Das Konzept war sehr erfolgreich“, betont Holzhey. Allerdings änderten sich die Kundenwünsche mit den Jahren.

Woran es lag, dass man immer mehr Kunden verloren hat, das kann Andreas Holzhey nur mutmaßen. Zum einen habe es durch die ansteigende Digitalisierung einen massiven Rückgang beim Fahrkartenschalter gegeben, aber auch durch den Wegfall der Parkplätze direkt vor dem Haus – dort haben nun Taxis ihre Stellplätze – und den Umbau des Hauptplatzes habe man Kunden eingebüßt. Schlussendlich seien auch „interne Gründe“, wie etwa der Betreiberwechsel, verantwortlich gewesen.

Doch das soll sich nun wieder ändern: Holzhey und Schmidt überarbeiten derzeit das Konzept gründlich. Teil dieser Umgestaltung sollen längere Öffnungszeiten und der Ausbau von Veranstaltungen sein. „Kabarett, Comedy, Konzerte – das wird es alles geben“, sagt Betreiber Thomas Schmidt. Auch eine Jazz-Reihe würde er gerne etablieren. Dazu gehört aber auch eine Ausweitung der Öffnungszeiten: Bisher hat der Bürgerbahnhof von 6 bis 18 Uhr geöffnet. Schmidt würde aber gerne den Abend wieder mehr etablieren und die Öffnungszeiten beispielsweise bis 23 Uhr ausweiten.

Um das alles bewältigen zu können, muss zunächst in der Küche mehr Platz geschaffen werden – hier ist eine Vergrößerung geplant. Denn neben der Abendgastronomie läuft seit August auch das Mittagsgeschäft wieder. Kulinarisch handele es sich dabei um „mediterrane Crossover-Küche“, wie Schmidt erklärt. Aber auch Klassiker werden angeboten, so dass für Jung und Alt etwas dabei ist. Eine Besonderheit sieht Schmidt darin, dass alle Produkte hausgemacht sind, welche auch in einem kleinen „Hofladen“ zum Verkauf angeboten werden sollen. Schlussendlich wollen Schmidt und Holzhey zudem noch eine räumliche Trennung zwischen Bahnhof und Restaurant schaffen und „verschiedene Zonen für verschiedene Gästetypen“ einrichten.

Startschuss für all diese Veränderungen soll im ersten Quartal fallen. Entweder müsse man dann ein paar Wochen schließen oder eine Art Notbetrieb durchführen. Im April oder Mai soll dann die Neueröffnung „im neuen Outfit“ stattfinden, so Schmidt. Und auch einen neuen Namen wird das „Café Mondial“ dann tragen – welchen, das wollen Eigentümer und Betreiber noch nicht verraten.

Astrid Neumann

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