Überraschung beim Spitzenreiter – Landsbergs Handballer besiegen Kirchheim/Anzing mit 35:29

Ausgerechnet beim Spitzenreiter haben die Landsberger Handballer in der Landesliga- Süd nach zwei Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurück gefunden. Mit 35:29 setzten sie sich bei der HSG Kirchheim/Anzing durch und stehen nun nur einen Minuspunkt hinter dem Spitzenreiter. Diesmal nach seiner Verletzungspause wieder dabei, Tomas Schwirkmann. Und wie wichtig er für die Mannschaft ist, zeigte er nicht nur durch siebe Toren. Auch seine Übersicht und Routine waren Erfolgsgaranten.

Die junge Mannschaft der SG Kirchheim/Anzing hat zur Zeit einen richtigen Lauf und Sieg um Sieg eingefahren. Dementsprechend selbstbewusst und wohl auch siegessicher gingen sie ins Spiel. Auf Landsberger Seite war klar, dass man eigentlich nichts zu verlieren hatte. Das Spiel entwickelte sich zunächst ausgeglichen(6:6 in der 13. Minute) – wobei die Landsberger in der Deckung zu zurückhaltend gegenüber den körperbetont spielenden Gastgebern auftraten: Gegner wurden zu spät angegriffen und in den Zweikämpfen war man zu oft unterlegen, sodass oft sehr hart zu gelangt wurde. Etliche Siebenmeter gegen den TSV, die die Kirchheimer sicher verwandelten und etliche Zeitstrafen waren die Folge. Aber die Landsberger hielten immerhin mit, ließen sich von der Emotionalität in der Halle nicht anstecken und erst zu Pause hin gerieten sie etwas ins Hintertreffen. Nach dem Seitenwechsel beim Stand von 14:16, zeigte sich die Landsberger Abwehr stärker. Nun wurden die Gegner früher attackiert und so auf Abstand gehalten. Kichheim legte zwar noch ein Tor vor, aber dann holt der TSV mit vier Toren in Folge auf und ging sogar in Führung (18:17 in der 37. Minute). Aus der stabilen Deckung heraus entwickelte man nun im Angriff mehr Druck und setzte sich auch in 1:1-Situationen erfolgreich durch (22:22 in der 45. Minute). Als die Gäste dann langsam die Führung ausbauten, agierten die Gegner zunehmend hektisch. Das Spiel lief offensichtlich nicht so wie sie es sich vorgestellt hatten. Und mit ihrer stark von Emotionen getragenen Spielweise kamen sie mit dem wachsenden Rückstand immer weniger zurecht und konnten nichts mehr zusetzen. Die gegnerische Abwehr agierte nun immer härter, etliche Siebenmeter, die Oli Götsch sicher versenkte, waren die Folge. Und die nun fälligen Strafzeiten nützte der TSV souverän zu herausgespielten Toren (25:31. in der 53. Minute). Jetzt wurde es richtig turbulent in der Halle, die Zuschauer tobten, die Kirchheimer agierten immer undisziplinierter und kassierten auch noch Zeitstrafen für Wechselfehler. Nur der TSV ließ sich nicht anstecken, bewahrte die Ruhe und bot teilweise Handball vom Feinsten. So war der Landsberger Trainer Hubert Müller nach dem Spiel zufrieden. „Ich bin froh, dass sich die Mannschaft auf ihre Qualitäten besonnen hat und sich von den in Halle brodelnden Emotionen nicht hat anstecken lassen. Ein Stück weit haben uns die Gastgeber mit ihrer Hektik in der letzten Viertelstunde den Sieg erleichtert. Aber mit der Steigerung in der Abwehr in der zweiten Hälfte und der starken spielerischen Leistung zum Ende hin ist der Sieg auch in dieser Höhe auf jeden Fall verdient.“ In der „Handball-Matinee“ am Sonntag um 11 Uhr im Sportzentrum geht es nun ins Derby gegen den TSV Immenstadt. Die Immenstädter sind ein Jahr nach Landsberg in die Landesliga aufgestiegen und waren wohl damals schon der Meinung sie wären eigentlich die bessere Mannschaft gewesen. Nach anfänglichen Niederlagen kommen sie in der Landesliga mittlerweile immer besser in Fahrt und haben sich ins Mittelfeld vorgearbeitet. Und ihr Coach Andras Pecsenye hat lange Jahre den TSV Landsberg trainiert. Es schwingt neben dem rein sportlichen noch einiges im Hintergrund mit. Für Stimmung ist also auf jeden Fall gesorgt.

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