Verzicht auf Videos

Räte lehnen Überwachungskameras am Geltendorfer Feuerwehrhaus ab

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Fünf Überwachungskameras sollten das Geschehen rund um das neue Geltendorfer Feuerwehrhaus festhalten, doch daraus wird jetzt doch nichts: der Gemeinderat sagt Nein! Foto: PantherMedia

Geltendorf – Soll das neue Feuerwehrhaus in Geltendorf eine Videoüberwachung bekommen? Die Verwaltung war dafür, der Gemeinderat dagegen: Mit 11:5 Stimmen lehnten die Ratsmitglieder das Vorhaben ab.

Seit einigen Jahren kommt es offenbar im Ort vermehrt zu Schäden durch Vandalismus. Schule, Kindergarten, Fried­hofsmauer und Bahnhofs­toilette werden immer wieder durch Graffiti verunstaltet. In den Augen der Verwaltung wäre das Feuerwehrhaus durch seine Lage am Ortsrand und die schlechte Einsehbarkeit des Zugangs ein leichtes Ziel. Bereits während der Bauphase seien ab und zu Werkzeuge verschwunden, Dixi-Toiletten umgeworfen und kleinere Sachschäden verursacht worden. Deshalb sollten zur Überwachung Kameras an den Eingängen und an der Rückseite des Gebäudes installiert werden, so die Empfehlung der Verwaltung. Kostenpunkt: rund 11.000 Euro.

Vandalismus würde dadurch zwar nicht verhindert, räumte Bauamtsleiter Stefan Bruggmoser ein. Aber mit Hilfe der gespeicherten Aufnahmen könne man die Verursacher ausfindig machen. Und in Kombination mit Bewegungsmeldern und Beleuchtung wirke die Videoüberwachung abschreckend.

Die Mehrheit der Gemeinde­räte sah das anders. „Die Überwachung bringt keine Sicherheit“, war Lucia Winterholler-­Pawlak (ÖDP) überzeugt. Sollte jemand einbrechen wollen, käme er trotzdem ins Gebäude, denn durch die Kameras würde ja niemand unmittelbar alar­miert. Fraktionskollege Jörg Burchardt glaubte, die Überwachung würde lediglich „Liebespärchen hinterm Feuerwehrhaus“ aufzeichnen. Wenn man Sicherheit wolle, müsse man eine Alarmanlage einbauen. Einige Räte vermuteten, mögliche Einbrecher würden als erstes den Server mit den Videoaufnah­men mitgehen lassen.

Die Verwaltung hatte fünf Kameras an den Hausecken und am Dachüberstand vorschlagen. Michael Veneris (Bürgerforum) wandte ein, von diesen Positionen aus werde es kaum Aufnahmen geben, mit denen man jemanden identifizieren könne. „Der Nutzen ist null. Ich empfehle, das nicht zu machen.“ Wolfgang Albertshofer (SPD) hielt Bewegungsmelder für ausreichend. „Es reicht, wenn das Licht angeht. Da erschrickt man schon.“

Ulrike Osman

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