Überwältigende Unterschriftenliste

„Das Ergebnis ist überwältigend“, hat Bürgermeister Herbert Kirsch am Donnerstag betont, als er in seinem Ratszimmer von Vertretern der Bürgerinitiative „Funkmast“ 1787 Unterschriften überreicht bekam. Sie richten sich allesamt gegen den geplanten digitalen Be­hör­denfunkmast in unmittelbarer Nähe zu den westlichen Wohngebieten der Marktgemeinde.

Mit diesem großartigen Ergebnis haben selbst die Initiatoren der Unterschriftenaktion um Marianne Unglert-Zöbelein, Ulrike Greiffenberg und Peter Mihanovic nicht gerechnet. „Alle haben unterschrieben, egal ob Jung oder Alt. Am Ende wurden sogar die Unterschriftenlisten knapp und so mancher nutzte noch den letzten freien Platz auf dem Papier, um sich mit seiner Unterschrift gegen den anvisierten Standort auszusprechen“, betonte Unglert-Zöbelein. Und Ulrike Greiffenberg machte deutlich, wie stolz der Bürgermeister auf seine Bürger sein kann: „Wenn es darauf ankommt, halten wir Dießener zusammen.“ Auch Bürgermeister Kirsch, der sich im Konsens mit dem Gemeinderat gegen besagten Standort ausgesprochen hatte, war von der großen Resonanz beeindruckt: „Es zeigt, dass 25 Prozent der Wahlberechtigen hinter dieser Aktion stehen. Sie können nicht akzeptieren, dass damit das Ortsbild zerstört und ein Funkturm in die Näher von Wohnhäusern errichtet wird.“ Peter Mihanovic hob noch einmal hervor, dass es nicht um Technikfeindlichkeit geht. „Durch einen Sendemasten in unmittelbarer Nähe bangen die Bürger sowohl um ihre Gesund­heit als auch um die Schönheit des malerischen Orts- und Land­schaftsbildes, nicht zuletzt auch um einen Wertverlust der Anliegergrundstücke und Ei­gen­heime.“ Zwei Alternativen Die Unterschriften, die in nur zehn Tagen gesammelt wurden, werden jetzt an das zuständige Innenministerium gehen, so Kirsch. Darüber hinaus hat er bereits zwei Alternativstandorte für den Behördenfunkmast vorgeschlagen. „Hier wird aktuell geprüft, inwieweit diese infrage kommen“, so Kirsch. Der eine befindet sich auf Dießener Flur südlich Landsberger Straße Höhe Abzweigung Entraching, der andere in einem Waldgebiet nördlich der Rotterstraße, rund 1,5 Kilometer westlich vom derzeit anvisierten Standort. Kirsch ist optimistisch, dass die Wahl auf einen der beiden Standorte fällt. Um sicher zu gehen, möchte er jetzt auch die Abgeordneten informieren und um Unterstützung bitten.

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