Kein "Ja" zu allen Punkten

Aber ohne Schuhgeschäft

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Der Betreiber des „Lechland-Center” erhielt vom Bauausschuss zwar die Zustimmung für sein Vorhaben, jedoch nicht in allen Punkten.

Landsberg – Generell zeigte sich die Mehrheit des Bauauschusses angetan von den Umbauplänen im „Lechland-Center“ („alter Kaufland“) – gleich mehrere Details wollte man allerdings nicht so ohne Weiteres durchwinken.

Mit dem Komplex steht es seit der Eröffnung des Fachmarktzentrums im Osten nicht mehr zum Besten, wie auch Dieter Völkel wusste. „Endlich tut sich an dieser Stelle etwas, das war wirklich kein schönes Einkaufserlebnis mehr dort.“ Der Betreiber hat bereits weitreichende Pläne eingereicht, um „funktionale und bauliche Mängel“ zu beseitigen und eine „deutliche optische Aufwertung der Gebäude und Außenanlagen“ zu erreichen. 

Dazu soll der zweistöckige Altbau im Osten komplett abgebrochen werden, der Neubau wird dann eine Etage niedriger. Auch im dreistöckigen Westgebäude soll sich viel verändern: Im ersten Stock wird die Verkaufsfläche reduziert, es bleiben dort nur noch zwei Fachmärkte, dazu soll ein Fitnesstudio kommen. Die Ladenstraße im Erdgeschoss wird komplett neu gestaltet. Tiefgaragen und Roll- treppen werden neu an die Gebäude angebunden. Auch das SB-Warenhaus wird verkleinert und umgestaltet, ein Lebensmitteldiscounter soll neu dazukommen. 

Bis zu dieser Stelle hatten die Ausschussmitglieder keine Einwände. Spätestens, als es um ein neues Schuhhaus im künftigen „Lechland“ ging, wurde aber Kritik laut. Während die CSU auch die Gefahr sah, dass „die Leute zum Einkaufen aus Landsberg abwandern, wenn sie nicht alles an einem Ort bekommen“ (Berthold Lesch), mahnte Medardus Wallner (UBV): „Es stimmt, es ist gerade ein Schuhgeschäft aus der Innenstadt abgewandert, aber da muss man sich fragen, warum das so ist.“ Auch den in den Unterlagen aufgeführten neuen Drogeriemarkt fand Reinhard Skobrinsky „systemrelevant“. 

Angesichts der lebendigen Debatten ließ Oberbürgermeister Mathias Neuner schließlich über jeden Punkt einzeln abstimmen. Danach erhielt der Betreiber generell das „gemeindliche Einvernehmen“ für sein Vorhaben (12:1 Stimmen), auch der Erweiterung des Sportgeschäftes von 510 auf 750 Quadratmeter wurde zugestimmt (10:3), ein neues Bettenhaus darf entstehen (13:0) und es gibt auch wieder eine Nutzungsbefreiung für die Apotheke (10:3). Beim Schuhgeschäft (0:13) und dem Drogeriemarkt (3:10) machte der Ausschuss allerdings einen Strich durch die Planungen. Auch für die Ablösung von 70 Stellplätzen für rund 210000 Euro gab es keine Mehrheit. 

Das Gremium schloss sich der Meinung mehrerer Mitglieder an, dass eine solche „Befreiungszahlung“ nur in Frage käme, wenn es technisch keine Möglichkeit gibt, ausreichend Parkraum zu schaffen. Im „Lechland“ soll der Betreiber jetzt die Tiefgarage entsprechend erweitern.

Christoph Kruse

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