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Freundlicher Kompromiss?

Petitionsausschuss des Landtags besichtigt Baugebiet "Am Lech"

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Die Bürgerinitiative Dornstetten lässt nicht locker und protestiert weiter gegen das von der Gemeinde Unterdießen auf den Lechterrassen geplante Baugebiet. Am morgigen Donnerstag ist der Petitionsausschuss des Landtags vor Ort.

Dornstetten – Vorhang auf für den nächsten Akt im Gerangel um das umstrittene Neubaugebiet „Am Lech“ der Gemeinde Unterdießen: Am Donnerstag gibt es in Dornstetten einen Orts­termin mit zwei Mitgliedern des Petitions­ausschusses des Bayerischen Landtags. Das hat die Kauferinger Abgeordnete Gabriele Triebel in einer E-Mail an die Bürgerinitiative Dorn­stetten bestätigt.

Das Porzellan in dem Unterdießener Ortsteil scheint komplett zerschlagen, allemal nach der jüngsten Gemeinderatssitzung. Wie im KREISBOTEN berichtet, hatte Bürgermeister Alexander Enthofer das Einmischen der BI in die Entwicklung des Baugebietes als „Störfeuer“ bezeichnet. Und: Enthofer und der Rat lehnten den Dialog mit der Bürgerinitiative ab.

Funkstille also am Dornstettener Lechufer? Nicht ganz, denn einerseits stirbt die Hoffnung zuletzt und andererseits trifft sich am Donnerstag um 14.30 Uhr an Ort und Stelle eine Abordnung des Petitionsausschusses. Diesen hatte die Bürgerinitiative angerufen, um den „geforderten Verträglichkeitsprüfungen für die Neubausiedlung inmitten von fünf Schutzgebieten“ Nachdruck zu verleihen. Die Abgeordneten Anne Franke (Grüne) und Bemjamin Miskowitsch (CSU) werden sich ein Bild von der Situation auf den Lechterrassen machen und mit ihnen auch Gabriele Triebel (Grüne).

Die Kauferinger Abgeordnete sieht in dem Ortstermin eine „gute Möglichkeit für die Bür­gerinitiative, freundliche Kompromissfähigkeit und Gesprächsbereitschaft“ zu demonstrieren. Eventuell ist auch Unterdießens Ex-Bürgermeisterin Monika Groner mit von der Partie, um die von BI-Seite geforderte Mediation zwischen den zerstrittenen Parteien anzu­schieben.

Unmittelbar vor dem Bekanntwerden des Ortstermins wetterte Gerald Büchelmaier ein weiteres Mal heftig gegen Bürgermeister Enthofer. Dieser sollte für alle Bürger da sein, auch für die kritischen, mahnt der BI-Sprecher aus Dornstetten in einer Presseerklärung. Doch das Gemeindeoberhaupt verweigere sich in puncto Bauplanung „Am Lech“ dem Dialog mit der BI, obgleich er diesen vor acht Monaten selbst vorgeschlagen und versprochen habe. Enthofers Vorgabe, dass die Gemeinde auf der Lechterrasse für Einheimische bauen wolle, ist in den Augen Büchelmaiers nur ein „Feigenblatt für ein völlig verfehltes Bauprojekt“, das die Behörden ablehnen und bereits eine dritte Bebauungsplanung mit Auslegung vorschreiben. Die aufgerufenen Grundstücks- und Erschließungspreise sowie Bauvorgaben bewegten sich in Größenordnungen, die sich kein Einheimischer leisten könne.

Toni Schwaiger

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