Tschüss Biene, hallo Specht!

Rückblick auf das »Jahr der Biene« und Vorfreude auf das »Jahr des Spechtes«

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2018 war das Jahr der Biene. Passend dazu gab es Ausstellungen, Fachvorträge und andere Aktionen in Landsberg. 2019 ist dem Specht gewidmet.

Landkreis – Das Thema Bienensterben ist seit geraumer Zeit immer wieder in aller Munde. Dazu beigetragen hat, dass 2018 als Jahr der Biene ausgerufen wurde. Dazu veranstaltete das Landratsamt mehrere Aktionen, die jetzt auf einer Webseite zusammengefasst wurden. Im Umweltausschuss am vergangenen Montag ließ Susann-Kathrin Huttenloher vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege das Jahr Revue passieren.

An wem das Jahr der Biene unbemerkt vorüber gezogen ist, der kann ab November auf der neugestalteten Webseite der Unteren Naturschutzbehörde nochmal alles nachlesen. So findet sich dort zum Beispiel eine Bildergalerie zu der Blumenpflanzaktion vor dem Landratsamt. Mit einer speziellen Maschine wurden 3.000 Blumenzwiebeln unter die Rasenflächen vor dem Gebäude gesetzt. Huttenloher berichtet, dass diese Aktion gut bei den Bürgern angekommen sei. Und auch die Bienen, für die die Blumen gepflanzt wurden, hätten sich zuhauf dort wiedergefunden.

Blumenwiesen sollten aber nicht nur vor dem Landratsamt entstehen. Deshalb verteilte das Amt kleine Samentütchen an die Bürger des Landkreises, mit denen man sowohl zu Hause im Garten, als auch an öffentlichen Plätzen zwei bis drei Quadratmeter große Bienenweiden pflanzen konnte. Diese Tütchen waren so begehrt, dass sie bald vergriffen waren. Huttenloher möchte aber für den nächsten Frühling wieder neue nachfordern.

Die verschiedenen Fachvorträge zum Thema seien ebenfalls gut angenommen worden, berichtet Huttenloher. Weshalb man im Jahr des Spechtes, das nun folgt, wieder Experten einladen möchte. Die Referentin freute sich auch über den Erfolg der Bienen-Ausstellung. Diese kann sogar zukünftig ausgeliehen werden. Das Dominikus-Zimmermann-Gymnasium habe sich dafür schon angemeldet.

Auf der Webseite der unteren Naturschutzbehörde findet sich ein Veranstaltungskalender. Dort sollen laut Huttenloher Termine vom Landratsamt und externe Veranstaltungen für das Jahr des Spechtes aufgeführt werden. Das Credo für 2019 laute: Der Lebensraum der Spechte ist bedroht. Denn die Tiere bräuchten alte Bäume, um dort die Rinde abzuhacken und Nahrung finden zu können. Die gäbe es aber kaum noch, weshalb Spechte immer wieder an Hausfassaden klopften. Ein Ausbau der Biotopvernetzung könnte eine Lösung sein. Aber die bisherigen Ideen seien noch nicht ausgereift, meint Huttenloher: „Die müssen wir noch mit Leben füllen.“

Stephanie Novy

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