Kläranlage in Rott ist fertig

Vorzeigeprojekt eingeweiht

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Beim Durchschneiden des Bandes an der neuen Kläranlage in Rott (von links): die Planer Dr. Dieter Schreff und Armin Wolff, Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler, Landrat Thomas Eichinger, Ministerin Ulrike Scharf, Bürgermeister Quirin Krötz und Roland Kriegsch, Chef Wasserwirtschaftsamt Weilheim.

Rott – Seit zweieinhalb Jahrzehnten werden die Abwässer von Rott und Reichling in der Kläranlage Rott gereinigt. Pünktlich zum Jubiläum gab es zusätzlichen Grund zum Feiern: Am Mittwoch wurde die sanierte und auf die neueste Technik gebrachte Anlage nach rund zweijährige Bauzeit bei einem Festakt im Beisein von Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf offiziell eingeweiht.

„Wir feiern heute den Mut der Gemeinden Rott und Reichling so eine innovative Anlage zu bauen“, leitete die Ministerin ihre Grußworte ein. „Das Sanierungskonzept hat das Fachgremium überzeugt“, blickte Ulrike Scharf dabei auf den Innovationspreis zurück, der mit 1,1 Millionen Euro einen Großteil des gut drei Millionen Euro teuren Projekts abdeckte. „Die moderne Kläranlage wird vielen Anlagen als Vorbild dienen“, prophezeite sie dem Vorzeigeprojekt mit innovativer Verfahrenstechnik einen Ansturm von Fachbesuchern. „Sie fügt sich gut in die Landschaft ein und sie dient uns allen“, ergänzte Landrat Thomas Eichinger.

Kläranlage Rott wird zum Vorzeigeprojekt

Die beiden ausführenden Planer, Armin Wolff und Dr. Dieter Schreff, erklärten im Anschluss den Bauablauf und die Technik. „Wir haben eine alte Teichanlage in eine moderne SBR-Technik umgewandelt“, versuchte Dr. Schreff die technischen Details dabei kurz zu halten. „Ich könnte darüber auch drei Stunden reden“, schmunzelte der Ingenieur.

Reichlings Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler lobte die „gute Zusammenarbeit aller Beteiligten“ und die „Kampfbereitschaft“ ihres Rotter Kollegen Quirin Krötz, der sich vehement für die Förderung eingesetzt hatte. Der Rathauschef selbst dankte ausdrücklich den Baufirmen, der Verwaltung, den Behörden und auch der Staatsre- gierung für die Fördermittel. „Ohne die wäre es nicht gegangen“, betonte Krötz.

Mit seiner Bürgermeisterkollegin Horner-Spindler unterstützte er im Anschluss Pfarrer Michael Vogg als Ministrant beim kirchlichen Segen der Anlage. „Wasser bedeutet Leben“, betonte Vogg dabei ausdrücklich. Nach der Bayernhymne folgte zum Abschluss des gut einstündigen Festakts das Durchschneiden des blau-weißen Eröffnungsbandes durch die Ehrengäste. Im Anschluss nutzten einige die Gelegenheit die neue Kläranlage genauer in Augenschein zu nehmen.

„Demnächst wird es auch noch einen Tag der offenen Tür geben“, ergänzte Bürgermeister Krötz, der die rund 100 geladenen Gästen, darunter alle Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft, danach noch in dem zur „Festhalle“ umgebauten Bauhofstadl zum gemeinsamen Essen bat. Für den musikalischen Rahmen sorgte dabei wie schon beim Festakt die Rotter Musikkapelle.

Roland Halmel

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