Streng geschützte Art:

Schlangenalarm in Hurlach: Madagaskar-Boas im Karton

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Zwei Madagaskar-Boas (Foto) hat ein unbekannter Schlangenfan gestern an der B17 bei Hurlach "entsorgt".

Hurlach – Für die Polizei ist es ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Ein unbekannter Schlangenfan hat gestern zwei seiner Lieblinge in einen Karton gepackt und diesen in freier Natur abgestellt. Es handelt sich dabei um streng geschützte Madagaskar-Boas.

Spaziergänger fanden die Pappe mit den Schlangen gegen 21.30 Uhr an einem Feldweg bei Hurlach, nahe der B17. In der Landsberger Kleintierpraxis Gühne wurden die Tiere auf einen ersten, kurzen Blick als "Boa oder Anakonda" eingestuft, dann ging die Reise weiter zu den Experten der Reptilien-Auffangstation München. Von dort liegt inzwischen die Bestätigung vor, dass es sich um Madagaskar-Boas handelt. Und die unterliegen dem Washingtoner Artenschutzabkommen und dürfen ohne Erlaubnis nicht gehalten werden. Gibt es diese, dann müsste den Behörden eine "Cites Bescheinigung" und eine Fotodokumentation vorliegen. Dann aber stellt sich die Frage, warum die Tiere einfach im Karton am Wegesrand "entsorgt" wurden.

Die Polizeiinspektion Landsberg bitte um sachdienliche Hinweise: Telefon 08191/9320.

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