Unerwartet gute Zahlen

Die Denklinger Betriebe – allen voran die Firma Hirschvogel (Bild) – werden heuer voraussichtlich drei Millionen Euro an Gewerbesteuern in die Gemeindekasse spülen. Foto: Schmid

Mit den Denklinger Gemeindefinanzen geht es langsam wieder bergauf. Dies macht sich im Verwaltungshaushalt bemerkbar, den der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung absegnete. „Wir haben heuer doch noch entsprechende Steuereinnahmen bekommen“, verkündete Bürgermeisterin Viktoria Horber in der Sitzung die frohe Botschaft.

Während die Gemeinde im Jahr 2009 bei den Gewerbesteuereinnahmen noch ein Minus von 1,4 Millionen Euro hinnehmen musste, gingen 2010 entgegen den Erwartungen – der Haushaltsansatz lag nur bei 255000 Euro – rund 3,7 Millionen Euro ein. Für dieses Jahr geht die Verwaltung von drei Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen aus. Beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer sind im aktuellen Haushalt Einnahmen in Höhe von 978000 Euro vorgesehen. Erstmals kann die Gemeinde in diesem Jahr auch wieder Mittel vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt überführen und nicht umgekehrt: 3,72 Millionen Euro stehen so zu Buche. Zudem kommt der Gemeinde 2011 der Finanzausgleich zugute, der auf dem schwachen Jahr 2009 basiert und daher in diesem Jahr eine starke Erholung bringt. Auch deshalb wird Denklingen wie in den letzten Jahren keine Kredite aufnehmen müssen. Durch die ordentlichen Tilgungen sinkt außerdem der Schuldenstand bis Ende 2011 voraussichtlich auf 1,47 Millionen Euro (Stand 31.12.2010: 1,59 Millionen Euro; Stand 31.12.2009: 1,80 Millionen Euro). „Dieses Jahr bietet uns jetzt eine Verschnaufpause“, stellte die Bürgermeisterin fest – zumal die Kreisumlage dieses Jahr sehr niedrig ausfalle: Während die Gemeinde im vergangenen Jahr pro Monat rund 177000 Euro an den Landkreis entrichtete, muss sie heuer im ganzen Jahr nur 137200 Euro zahlen. Ungewohnte Geldquelle Zudem ergibt sich für die Kommune in diesem Jahr eine ganz neue, ungewohnte Situation: Sie erhält seit langem wieder einmal eine Schlüsselzuweisung, die rund 1,26 Millionen Euro ausmacht. „Unser Kassier hat noch gar nicht gewusst, was für eine Haushaltsstelle das überhaupt ist“, witzelte Verwaltungschef Johann Hartmann. „Früher waren wir immer nur Gebergemeinde“, stellte Horber fest. Doch aufgrund zurückliegender Gewerbesteuereinbrüche profitiert die Gemeinde jetzt im diesjährigen Haushaltsjahr selbst von dem Finanzausgleich. Die Gemeinde sollte das Haushaltsjahr jetzt nutzen, um Rücklagen zu bilden, meinte die Bürgermeisterin. In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen soll dann noch der Vermögenshaushalt beschlossen werden.

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