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Geisterfahrt aus Tierliebe

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Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der B17neu bei Igling gegaben sich eine Fahranfängerin und ein Hundehalter auf gefährliche Geisterfahrt. © FKN

Igling – Ein kurioser Unfall hat sich am Sonntagnachmittag auf der B17neu zwischen Hurlach und Igling ereignet. Ein Auto stieß gegen einen Hundeanhänger, ein Hund lief davon. Im anderen Fahrzeug wurde ein Rollstuhlfahrer eingeklemmt. Der Hundebesitzer überredete eine Frau zu einer gefährlichen Suchfahrt.

Mit einem Kleintransporter war eine Frau aus dem Augsburger Raum in Richtung Landsberg unterwegs. In ihrem Auto fuhr auch ein Rollstuhlfahrer mit. Auf Höhe Igling überholte die Frau einen Wagen mit Hundeanhänger, kam aber zu weit nach links und streifte die Mittelleitplanke. „Als sie zurück nach rechts lenkte, stieß sie zunächst gegen den Hundeanhänger“, berichtet Polizeipressesprecher Robert Prestele. Anschließend überschlug sich der Van und der Rollstuhlfahrer wurde im Fahrzeug eingeklemmt. Die verständigte Feuerwehr konnte den Mann be­freien, ein Rettungshubschrauber flog den Schwerverletzten in eine Klinik.

Durch den Aufprall war der Anhänger umgestürzt und einer der Hunde lief in Richtung Augsburg. „Der Hundebesitzer überredete daraufhin eine Fahranfängerin, die an die Unfallstelle gekommen war, dem Hund zu folgen“, sagt Prestele. Der Mann stieg zur Frau ins Auto, diese wendete und fuhr auf dem Standstreifen – entgegen der Fahrtrichtung. Später kehrten beide – mit Hund – zurück. „Ein solches Verhalten im Straßenverkehr ist, bei aller Tierliebe, inakzeptabel und hat rechtliche Konsequenzen“, betont Prestele. Glücklicherweise kam bei der Geisterfahrt niemand zu Schaden.

Janina Reich

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