Unfall auf der B17neu fordert zwei Todesopfer

Ein Bild der Verwüstung bot sich den Rettungskräften am Unfallort. Foto: FFW Hurlach

Ein schrecklicher Verkehrsunfall auf der B17neu bei Igling hat heute Morgen zwei Menschenleben und drei Schwerverletzte gefordert. Ein mit fünf Personen besetzter BMW X 5 war nach ersten Erkenntnissen der Polizei ins Schleudern geraten, weil Autoteile auf der Fahrbahn lagen. Danach überschlug sich der BMW mehrfach, wobei drei Insassen aus dem Fahrzeug geschleudert wurden.

Nach Darstellung der Polizei war der BMW X 5 kurz nach 6 Uhr auf der autobahnähnlich ausgebauten B 17 neu in Richtung Augsburg unterweg. Vermutlich wegen auf der Fahrbahn liegender Fahrzeugteile kam der BMW ins Schleudern und überschlug sich mehrfach. Dabei seien drei der Fahrzeuginsassen aus dem Pkw geschleudert worden. Der 34-jährige Fahrer des BMW verstarb noch an der Unfallstelle, ein 29-Jähriger, der ebenfalls aus dem Fahrzeug geschleudert wurde, verstarb wenig später im Krankenhaus. Eine 42-jährige Mitfahrerin wurde in dem Auto eingeklemmt. Die Feuerwehr befreite sie per Rettungsschere. Sie und die weiteren Mitfahrer, ein 27-Jähriger und eine 29-Jährige, erlitten schwere Verletzungen und befinden sich in verschiedenen Krankenhäusern in Behandlung. "Es besteht jedoch keine Lebensgefahr", so ein Polizeisprecher. Die auf der B17neu liegenden Fahrzeugteile stammten nach aktuellem Stand der Ermittlungen von einem Verkehrsunfall, der sich unmittelbar zuvor auf der Gegenfahrbahn ereignet hatte. Dort war eine 28-jährige BMW-Fahrerin, die in südlicher Richtung fuhr, aus noch unbekannter Ursache ins Schleudern gekommen und mit ihrem Fahrzeug in die Mittelleitplanke geprallt. Von dort schleuderte der Pkw quer über die Fahrbahn und kam an der Böschung zum Stehen. Die 28-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Drei nachfolgende Autos fuhren hier ebenfalls über Fahrzeugteile – ohne nennenswert Schäden. Die B 17 neu musste im Rahmen der Unfallaufnahme, zu der ein Gutachter hinzugezogen wurde, in beiden Fahrtrichtungen für rund sechs Stunden gesperrt werden. Am Unfallort waren drei Rettungshubschrauber, mehrere Rettungsfahrzeuge des BRK sowie die umliegenden Feuerwehren mit etwa 100 Rettungskräften im Einsatz. Den Gesamtsachschaden beziffert die Polizei auf rund 50000 Euro.

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