Unnötig spannend

Augen zu und durch: Christian Eisen und seine TSV-Kollegen hatten gegen Allach das bessere Ende für sich. Foto: Krivec

Nach einer starken ersten Hälfte der Handballer des TSV Landsberg im Heimspiel in der Landesliga Süd gegen den TSV Allach wurde es zum Schluss noch einmal richtig eng. Aber die Gastgeber behielten die Nerven und sicherten sich mit 23:22 verdient zwei Punkte. Damit ist man zwar wieder knapp aus den Abstiegsrängen heraus, aber in der ausgeglichenen Liga kommt es weiterhin auf jeden Punkt an, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Beide Mannschaften begannen sehr kontrolliert. Die Landsberger zeigten sich dabei von der ersten Minute an hellwach und voll motiviert. Sie boten dem Gegner mit einer defensiven 6:0-Abwehr und aggressivem Zweikampfverhalten kaum eine Chance. Vorne spielten sie die Angriffe konzentriert aus und suchten geduldig den sicheren Abschluss. So verlief die Partie zunächst ausgeglichen, mit relativ wenig Toren (3:3/10.). Wären die in der Abwehr erarbeiteten Gegenstoßchancen genutzt worden, hätten sich die Landsberger schon zu diesem Zeitpunkt etwas absetzen können, stattdessen blieb das Spiel weiter offen. Schön heraus gespielte Landsberger Tore konterten die Allacher mit wuchtigen Rückraumtreffern. Dann bekam man auch den Rückraum der Gäste immer besser in den Griff und spielte im Angriff dynamischer. Landsberg war nun auch spielerisch deutlich überlegen und baute den Vorsprung aus. Auch in Unterzahl ließ man sich jetzt nicht bremsen und führte zur Pause 12:8. Daran knüpften die Gastgeber im zweiten Durchgang zunächst an, und vergrößerten den Vorsprung mit tollen Toren auf 15:9. Allach steigerte sich nun zwar im Angriff, da die Gastgeber aber weiterhin trafen, blieb es beim alten Abstand. Aber statt das Spiel nun zu entscheiden, den „Sack zu zumachen“, konnten sie das Niveau in der Abwehrarbeit nicht mehr so halten, waren oft einen Schritt zu langsam und mussten nun mehr Gegentreffer, oft durch 7-Meter, und zusätzlich Strafzeiten hinnehmen. Das verunsicherte offensichtlich auch im Angriff, wo nun unkonzentrierter gespielt und oft ungenau abgeschlossen wurde. Allach spielte dagegen konsequent weiter und glich sogar aus (20:20/53.). Hätten nicht auch sie etliche Gelegenheiten ungenutzt gelassen, wäre mehr für die Gäste drin gewesen. In dieser Situation behielt der Landsberger Kapitän Tomas Schwirkmann die Nerven und verwandelte einen fälligen 7-Meter zum 21:20 (54.). Jetzt wurde es wieder einmal richtig hektisch im Sportzentrum. Das nächste Landsberger Tor beantworteten die Gäste umgehend mit einem Treffer aus der zweiten Welle. Aber nach einem Zuckerpass auf Marco Müller am Kreis erhöhte dieser auf 23:21. In den turbulenten Schlussminuten, mit etlichen Strafzeiten auf beiden Seiten und noch einem Treffer der Gäste 26 Sekunden vor Schluss, zeigten sich die Landsberger als nervenstark und durften sich so mit ihren Fans verdient über diesen wichtigen Sieg freuen. „Wir haben heute eine ganz starke erste Halbzeit gespielt, vor allem die Abwehrleistung war super“, bilanzierte der Landsberger Trainer Hubert Müller nach dem Spiel. „In der zweiten Hälfte haben wir dann da etwas nachgelassen. Wenn man dann trotzdem noch hinlangt, gibt es natürlich mehr 7-Meter und Strafzeiten. Da hat Allach unsere Fehler genützt. Aber Dank der guten Moral und Einstellung des Teams haben wir das doch noch geschafft.“ Jetzt gilt es, am Samstag ihn Kissing ähnlich engagiert aufzutreten. Dann gelingt es vielleicht, den Erfolg aus der Vorrunde zu wiederholen.

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