Alles für die Familien

Unternehmen aus dem Landkreis schließen sich dem Familienpakt an

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Landrat Thomas Eichinger (links) und der Amtschef  des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, Michael Höhenberger (5. von rechts), haben familienfreundliche Firmen aus dem Landkreis ausgezeichnet.

Landkreis – Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen ist nicht immer leicht. Allen voran braucht es Unternehmen, die die richtigen Bedingungen für ihre Mitarbeiter schaffen. Im Landkreis Landsberg gibt es bereits einige Firmen, die mit gutem Beispiel voran gehen. Dafür haben sie jetzt auch vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales eine Auszeichnung bekommen. Mit der Plakette des Programms „Familienpakt Bayern“ können sie sich nun ganz offiziell als familienfreundliches Unternehmen bezeichnen.

„Eine familienfreundliche Arbeitskultur ist heute Kriterium Nummer Eins bei der Wahl des Arbeitsplatzes“, ist sich Amtschef Michael Höhenberger sicher. Mit dem Familienpakt Bayern wolle man daher die Unternehmen, egal welcher Größe, unterstützen individuelle Lösungen für sich und ihre Mitarbeiter zu finden.

Natürlich hat das nicht nur für die Mitarbeiter Vorteile. Auch die Firmen selbst profitieren davon. Landrat Thomas Eichinger, der zusammen mit Höhenberger die Plaketten und Urkunden überreichte und noch dazu stellvertretend für den Arbeitgeber Landratsamt selbst eine Auszeichnung bekam, sprach den Arbeitskräftemangel an. Die Gesellschaft werde nicht nur immer älter, sondern auch weniger. Familienfreundliche Unternehmen hätten beim Buhlen um Arbeitskräfte größere Erfolgschancen. Anne Seefeld von der Servicestelle des Familienpakts bestätigt das. Die Firmen könnten so aber nicht nur ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Mit Zahlen belegte Seefeld, dass in familienfreundlichen Unternehmen Kündigungsraten, Krankheitstage und Fehlzeiten deutlich zurückgingen. Hingegen würden Produktivität und Motivation der Mitarbeiter sowie die Qualität der Bewerber steigen.

Allerdings ginge es dabei lange nicht nur um Mütter. „Männer sind die neue Zielgruppe“, sagt Seefeld. Die Zahl der Väter, die mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen möchte, steigt. Und auch Mitarbeiter, die Angehörige zuhause pflegen, würden immer mehr.

Die Unternehmen im Landkreis tun einiges, um all dies leichter für ihre Mitarbeiter zu machen. Bei der Metzgerei Moser setzt man zum Beispiel auf die Betreuungskostenübernahme für die Kita, bei Texas Trading kann man eine Teilzeitausbildung machen – besonders interessant für junge Mütter – und bei Winzers Weine kommen die Kinder auch einfach mal mit zur Arbeit. So verfolgt jede Firma ihre eigene Strategie. Aber bei einem sind sie sich alle einig: Man muss mit den Mitarbeitern sprechen und individuelle Lösungen finden, die für Arbeitnehmer und -geber sinnvoll sind. Der Familienpakt Bayern versucht mit Ideen und Impulsen zu unterstützen. Außerdem hilft er den Firmen, sich bayernweit zu vernetzen, damit sie von den Erfahrungen anderer profitieren können.

Stephanie Novy

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