Offener Brief an OB Mathias Neuner, den Stadtrat und die Landsberger Bevölkerung

Urbanes Leben am Papierbach: ein Gewinn für Landsberg

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Landsberg – Im Nachgang an die Debatte in der Stadtratssitzung am 24. Oktober wendet sich die Geschäftsführung der „Am Papierbach Entwicklungsgesellschaft mbH“ sowie Ehret + Klein GmbH in einem Offenen Brief an Oberbürgermeister Mathias Neuner und den Stadtrat.

„ehret+klein stellt sich von Beginn an immer wieder der breiten öffentlichen und fachlichen Diskussion. Wir beziehen Stadträte, Bürger, Kulturschaffende und Gewerbebetriebe intensiv ein, um die Wünsche und Kenntnisse vor Ort zu berücksichtigen und abzuwägen, führen Architekturwettbewerbe mit fraktionsübergreifender kommunaler Beteiligung durch. Alle Planungen werden mit den Fachvertretern der Stadtverwaltung abgestimmt und dem Gestaltungsbeirat für jedes einzelne Baufeld vorgestellt, Einwände geprüft und eingearbeitet. Das Ganze geschieht auf der Basis eines umfangreichen, fundierten, juristisch geprüften städtebaulichen Vertrags und des Bebauungsplans. 

Michael Ehret, Geschäftsführer der Ehret+Klein GmbH.

Mein Partner Stefan Klein und ich sind in der Stadt Landsberg am Lech mit einem ehrgeizigen Ziel angetreten: Auf einer Gewerbebrache im Herzen Landsberg soll ein modernes in vielerlei Hinsicht vorbildliches und zukunftsweisendes Stadtquartier verwirklicht werden: Landsbergs Neue Seite mit Spuren des Industriecharmes, qualitätsvoller Architektur, einladenden Wegen und Plätzen, Wohnraum für vielfältige Bevölkerungsgruppen, attraktiven Einkaufs- und Versorgungsmöglichkeiten, kulturellen und gastronomischen Angeboten, als autofreies Quartier mit Anbindung für Fuß und Rad an die Landsberger Altstadt. Darüber hinaus bieten wir ein innovatives Energie- und Mobilitätskonzept, von dem die Bewohner, die Kommune und die Umwelt des Stadtzentrums profitieren können. Viele Kommunen und Partner schauen anerkennend auf Landsberg am Lech als lebenswerte Kommune 2035. 

Was hat die Stadt Landsberg am Lech finanziell und qualitativ davon? 

Mit 20 Millionen Euro bezuschusst ehret+klein als Bauherr die lokale und regionale verkehrliche Anbindung des Quartiers und auch der Altstadt (Bahnunterführung und Lechsteg für Fuß- und Radverkehr), die Versorgung mit Bildungsund Betreuungseinrichtungen (zwei Kitas im Quartier, Schulzuschuss, Verlagerung des Juze), und schaffen eine Quote von 30% Sozialen Wohnraum für eine sozialgerechte Bodennutzung. 

Wir sehen uns sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten gleichermaßen verpflichtet! 

Als Projektentwickler sehen wir es als unsere Aufgabe und gesellschaftliche Verantwortung ein Quartier für die Zukunft zu bauen. Das heißt für uns, ein Mobilitätskonzept für das Quartier zu entwickeln, das die Trends des heutigen und zukünftigen Wohnens und Lebens aufgreift und sich an Lösungen für ökologische und verkehrliche Herausforderungen der Stadt Landsberg am Lech beteiligt. Wir sind bereit, zielgerichtet zu investieren, und regen an, zum Beispiel Investitionen in private Pkw-Stellplätze zu überdenken. Wie wäre es, wenn wir – statt in den umweltbelastenden Individualverkehr zu investieren – Elektromobilität, Fahrrad- und Busverkehr, verkehrslenkende Maßnahmen mitfinanzieren? Dies geschieht in Abstimmungsprozessen mit der Stadt und den politischen Vertretern, denn es geht darum, Mitstreiter für die Umsetzung von Landsbergs Modellstadt 2035 zu finden. Wir sind bereit – die Entscheidung liegt natürlich bei der Stadt Landsberg am Lech.

Klar ist aber auch: 

Das Projekt Urbanes Leben Am Papierbach ist ein Gemeinschaftsprojekt, das Projekt einer Stadtgesellschaft!

 Hier ist die kritische und konstruktive Mitwirkung aller Parteien gefragt. Aus der politischen Diskussion im Stadtrat oder anderen Gremien und aus dem Wahlkampf halten wir uns als Bauherr, Investor, Projektentwickler heraus – so wie wir dies in der Vergangenheit getan haben. Wir stellen uns gerne jedem Sachthema und diskutieren mit Ihnen – wie zum Beispiel zu den inhaltlichen Argumenten von Herrn Kehrbaum und dem Generalsanierungskonzept für den Abriss und Neubau des Karl-Schrem-Baus. 

Erlauben Sie mir, hier noch die Sachinfo zur Generalsanierung des Karl-Schrem-Baus zusammen zu fassen: Landsberg am Lech bekommt den „Karl-Schrem- Bau“, der das historische Gebäude mit seiner Anmutung (Lisenenarchitektur) und seinem Charakter (Industrielofts mit hohen Decken) erhält. Gleichzeitig wird den Wohnund Arbeitsbedürfnissen zukünftiger Nutzer nach heutigem Brandschutz- und Energiestandard, Schallschutz und Statik gemäß gebaut. Ein Gewinn für die Bewohner! Keine Alternative: ein leerstehende Gebäuderuine aufgrund unwirtschaftlicher Sanierung oder ein unbewohntes Wohngebäude aufgrund nicht bezahlbarer Kaufpreise. 

Entdecken Sie die Vielseitigkeit Landsbergs

Entdecken Sie die Vielseitigkeit Landsbergs © ehret+klein
Entdecken Sie die Vielseitigkeit Landsbergs © ehret+klein
Entdecken Sie die Vielseitigkeit Landsbergs © ehret+klein
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Außenansicht des Karl-Schrem-Baus, Kehrbaum Architekten, Stand: 24.10.18 © ehret+klein
Entdecken Sie die Vielseitigkeit Landsbergs © ehret+klein
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Entdecken Sie die Vielseitigkeit Landsbergs © ehret+klein
Entdecken Sie die Vielseitigkeit Landsbergs © ehret+klein
Entdecken Sie die Vielseitigkeit Landsbergs © ehret+klein
Entdecken Sie die Vielseitigkeit Landsbergs © ehret+klein

Die Gefahr, dass der Altbau wegen Kontaminierung und vorhandener Gebäudestruktur nicht genutzt werden kann, führte dazu, dass im städtebaulichen Vertrag von „Prüfung des Erhalts“ die Rede ist. Dies wurde dann im weiteren Prozess mit Gutachten untermauert und in den zuständigen Gremien behandelt. Vor der Sommerpause habe ich den Stadtrat darüber informiert, dass sich die Gefahr eines Abbruchs realisieren könnte. Dies folgte umgehend, nachdem unser Architekt Herr Kehrbaum uns als Bauherr geraten hat, die bisherige Projektkonzipierung des Bauvorhabens A1 Nord/ Karl-Schrem- Bau auf Grund wesentlicher Erkenntnisse der Untersuchungen der Fachdisziplinen Tragwerk, Brandschutz, Schallschutz, Wärmeschutz und Energie zu verändern.

Auf die Schädigungen des Bauwerks reagieren wir mit Bedacht und aller Verantwortung, die uns seitens der Stadt für die Entwicklung des Areals übertragen wurde. Der Rückbau, die Altlastenentsorgung und die weitere Planung des Karl-Schrem-Baus geschehen in enger Abstimmung mit den städtischen Gremien und den zuständigen Kollegen in der Stadtverwaltung. Alle Maßnahmen halten vollumfänglich die Vorgaben des Bebauungsplanes und des städtebaulichen Vertrages ein. 

"Gerne komme ich zu einer Fragestunde oder beantworte weitere Fragen zum Projekt Urbanes Leben Am Papierbach.“ 

Michael Ehret
Geschäftsf. Gesellschafter
Ehret + Klein GmbH
www.ehret-klein.de

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