Nach Architektenwechsel:

Vier-Sterne-Hotel in Landsbergs neuem Kulturgebäude

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Neue Architekten, neuer Baukörper im Urbanen Leben am Papierbach: In dem direkt an der Von-Kühlmann-Straße situierten Kulturgebäude nach dem Entwurf des Architekturbüros Auer Weber soll es nun auch ein Vier-Sterne-Hotel geben.

Landsberg – Im Urbanen Leben am Papierbach (ULP) entsteht ein Vier-Sterne-Hotel. Dies ergibt sich aus einer Änderung der Planung für das Kulturgebäude, die wiederum auf einem Architektenwechsel beruht. Gebaut werden soll nun nicht mehr der Siegerentwurf aus dem Realisierungswettbewerb von 2017, sondern der zweitplatzierte Entwurf. Der Stadtrat hatte diese Änderungen zunächst lediglich zur Kenntnis zu nehmen. Entsprechend gab es Kritik.

Der Entwurf, der nun realisiert werden soll, stammt vom Münchener Architekturbüro Auer Weber. Er sieht ein kubisches Gebäude mit einer Innenterrasse vor. Der geplante Kultursaal erhält eine lichte Höhe von 8,50 Meter – ursprünglich sollten es 4,50 Meter werden. An der Planung für das Erdgeschoss ändert sich laut Investor Michael Ehret von der Am Papierbach Entwicklungsgesellschaft (APE) nichts. In den oberen Stockwerken sollen ein Hotel und darüber Wohnungen entstehen. Ein Betreiber für das Hotel ist laut Ehret bereits gefunden. Stephan Suxdorf, Geschäftsführer von Auer Weber, erklärte, die geplanten Workshop-Räume seien weiterhin im ersten Stock vorgesehen.

Der Blick in den Kultursaal mit eriner lichten Höhe von 8,50 Meter.

Grund für den Wechsel sind laut Ehret Verzögerungen in der Realisierung des gesamten Bauvorhabens, die sich aus dessen Komplexität ergeben. Da der ursprüngliche Zeitplan nicht eingehalten werden könne, sei eine Realisierung des Kulturgebäudes mit dem Siegerbüro Staab Architekten aus Berlin nicht mehr möglich – beziehungsweise erst in fünf Jahren, wie Ehret sagte. „Erst dann hat er wieder Zeit.“

Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) erinnerte in der Debatte daran, dass die Jury im Realisierungswettbewerb den erst- und zweitplatzierten Entwurf als „fast gleichwertig“ angesehen habe. Im Stadtrat war man dennoch nicht begeistert. Wolfgang Neumeier (UBV) kritisierte die Erhöhung des Gebäudes und die Steigerung der Geschossfläche um mehr als 2.000 Quadratmeter. Moritz Hartmann (GAL) wollte wissen, wo nun die privat nutzbaren Atelierwohnungen für Künstler untergebracht werden sollen. Laut Ehret seien diese „im Hotelbackground sogar besser aufgehoben“ als zwischen den Wohnungen.

Felix Bredschneijder (SPD) stellte die Frage, ob angesichts der neuen Situation der Bebauungsplan geändert werden müsse. „Wann darf sich der Stadtrat mit dem Thema befassen?“ OB Neuner erklärte, die Baugenehmigung werde dem Gremium vorgelegt werden.
Ulrike Osman

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