Kompaktes im Nordwesten

Letzter Akt für Landsbergs neues Stadtviertel am Lech

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So könnte sich das Baufeld A2 im Urbanen Leben am Papierbach vom Spöttinger Kreisel aus gesehen präsentieren.
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Das Urbane Leben am Papierbach vom neuen Lechsteg aus gesehen.
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Der Blick über den Lech auf die Silhouette des neuen Landsberger Stadtviertels.
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Mit viel Grün: Die ULP-Baufelder A2 und 3 mit der neuen Kindertagesstätte (links).
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Im Baufeld B1 bis 3 und C
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Im Baufeld B1 und A1 Nord.
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Im Baufeld B3.

Landsberg – Die Gestaltungswettbewerbe für das neue Stadtviertel „Urbanes Leben am Papierbach“ (ULP) gehen in die letzte Runde. Der Stadtrat ließ sich in seiner jüngsten Sitzung über die Auslobung eines Wettbewerbs für die letzten beiden Baufelder berichten. Auslober ist die Investorenfirma Ehret + Klein.

Die Flächen mit den Bezeichnungen E1 und E2 liegen im Nordwesten des Quartiers und sind im Bebauungsplan als allgemeines Wohn- beziehungsweise Mischgebiet ausgewiesen. Geplant ist eine kompakte Bebauung mit viergeschossigen Bauten plus Staffelgeschoss und einer zusammenhängenden Tiefgarage für beide Baufelder. Die Zufahrt erfolgt von der Spöttinger Straße.

Auf dem Baufeld E1 entstehen rund 7.300 Quadratmeter frei finanzierter Wohnraum sowie 3.300 Quadratmeter geförderte Mietwohnungen. Für das Baufeld E2 ist das Verhältnis 4.900 Quadratmeter frei finanzierter und 4.000 Quadratmeter geförderter Wohnraum. Hinzu kommen 2.400 Quadratmeter für gewerbliche Nutzungen wie Einzelhandel und Dienstleistungen. Vorgesehen sind außerdem private und öffentliche Freiflächen sowie gemeinschaftliche Gärten in den Innenhöfen.

Die Details des Gestaltungswettbewerbs erläuterte Monika Beltinger, geschäftsführende Gesellschafterin des Planungsbüros Lars Consult. Ihr zufolge wurden für beide Baufelder je fünf Architekturbüros zur Teilnahme eingeladen. Bei allen handele es sich um „arrivierte Büros aus Süddeutschland und Österreich“. Trotz eines „sehr, sehr sportlichen Terminplans“ haben alle zehn zugesagt. Die Sitzungen des Preisgerichts – besetzt mit fünf Architekten, OB Doris Baumgartl (UBV), ihren beiden Stellvertretern Moritz Hartmann (Grüne) und Felix Bredschneijder (SPD), Planungs-Referentin Petra Ruffing (CSU), Investor Michael Ehret und Stadtbaumeisterin Birgit Weber – finden bereits Ende September (Baufeld E1) und Ende Oktober (Baufeld E2) statt.

Dass Beltinger ihren Vortrag mit optischen Darstellungen be­gleitete, gefiel Margarita Däubler (SPD). „Die Visualisierung bringt Vorfreude auf das Quartier.“ Ulrike Gömmer (Grüne) brachte das bereits häufig diskutierte Thema Verkehr aufs Tapet und regte an, die Tiefgara­gen von E1 und E2 mit denen der beiden östlich gelegenen Baufeldern C und B3 zu verbinden. Damit könnte man die Autos aus diesem Bereich komplett auf die Spöttinger Straße leiten und die Von-Kühlmann-Straße sowie die Schwaighofkreuzung entlasten.

Zweiter Bürgermeister Moritz Hartmann wollte wissen, welche Regelung für Fahrradstellplätze gelten würden – diejenige aus dem Bebauungsplan, die je einen Stellplatz pro angefangene 40 Quadratmeter Wohnraum vorsieht, oder die neue, noch in Arbeit befindliche Stellplatzsatzung der Stadt, die vermutlich vorteilhafter wäre. Laut Auskunft von Beltinger und Ordnungsamtschef Ernst Müller gelten die Vorgaben aus dem Bebauungsplan – zumindest für den Wettbewerb.

Stefan Meiser (ÖDP) kritisierte, dass alle Darstellungen bisher nur die „Schokoladenseite“ des Quartiers gezeigt hätten. „Es gibt aber auch eine andere.“ Aus Richtung Spöttinger Straße werde man auf eine „Flachdach-Landschaft“ schauen. Eine Begrünung der Dächer solle in die Wettbewerbsvorgaben aufgenommen werden, forderte Meiser. „Das wäre auch gut für das Stadtklima.“

Statt einer „alibimäßigen Begrünung“ will Wolfgang Weisensee (Landsberger Mitte) lieber PV-Anlagen auf den Dächern sehen. „Das schulden wir dem Klimaschutz.“ Solar­energie sei auch im Sinne des Investors, erwiderte Beltinger. Allerdings sollen die Flächen auch als Dachterrassen für die darunter liegenden Wohnungen nutzbar sein.
Ulrike Osman

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