Visionen wirken lassen

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Stadtbaumeisterin Annegret Michler (links) zeigt Ausstellungsbesuchern ein altes Modell für die Bebauung auf dem Areal der ehemaligen Pflugfabrik.

Landsberg – Um in die Zukunft zu gehen, sollte man die Vergangenheit kennen. Das ist – wenn es um die Entwicklung auf dem Gelände der ehemaligen Pflugfabrik geht – die Ansicht von Oberbürgermeister Mathias Neuner. Deswegen lädt die Stadt zur Ausstellung „Urbanes Leben am Papierbach“ ein.

Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte der Pflugfabrik und zeigt auch die vielen bislang gescheiterten Ideen. „Wir wollen die Bürger informieren und mitnehmen“, so Neuner zu den Plänen für das Areal. Dazu wolle die Stadt auch die Historie erläutern. Auf drei Bauzäunen in einer ungenutzten Halle der ehemaligen Fabrik sind Informationstafeln angebracht, sie zeigen die früheren Ideen und Pläne, die wieder verworfen wurden. Auch gibt es Karten des Geländes zu sehen – die älteste zeigt das Areal im Jahr 1808.

Bereits in den 90er Jahren haben die Stadt und die Firma Pöttinger um das Gelände verhandelt, berichtete der ehemalige Stadtbaumeister Hartmut Grießinger bei der Ausstellungseröffnung. Viele Pläne und Visionen wurden damals wieder verworfen, etwa wollte die Landesgartenschau bereits 1989 nach Landsberg, später sollte die alte Fabrik für Einfamilienhäuser weichen – das wäre heutzutage kein Thema mehr.

Vielmehr müsse verdichtet werden, das sei zeitgemäß und notwendig, so Stadtbaumeisterin Annegret Michler. Damit die Menschen ein Gespür dafür bekommen, was auf dem Areal überhaupt möglich ist, habe man sich für die Ausstellung entschieden. „Die Bürger sollen die Ideen auf sich wirken lassen“, erklärt Neuner. Am 25. und 26. April finden dann Aktionstage zum „Leben am Papierbach“ statt (Infos unter: www.zukunftamlech.de). Im Anschluss daran lege die Bürger- oder Pilotgruppe aus Landsberger Bürgern die Planungsziele fest. Neuners Ziel ist es, den Bebauungsplan noch im Sommer auf den Weg zu bringen.

Die Ausstellung in der Pflugfabrik ist geöffnet bis Ende April. Sie kann an den nächsten beiden Donnerstagen von 16 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 13 Uhr besichtigt werden. Nach den Aktionstagen ist sie noch vom 28. bis zum 30. April von 16 bis 19 Uhr geöffnet.

Alle Informationen zur Ausstellung, den Aktionstagen und den Ergebnissen aus der Pilotgruppe stellt die Stadt auch in einen Blog. Die Adresse lautet: lebenampapierbach.blogspot.de.

Janina Reich

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