Mit neuem Konzept im Biergarten

Der Uttinger Christkindlmarkt ist gerettet

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Weihnachtsstimmung kam selten auf beim Uttinger Christkindlmarkt auf dem nüchternen Platz am alten Feuerwehrhaus. Jetzt hat Jill Weidinger-Albrecht (kleines Foto) den Markt übernommen und will damit in den Garten der „Alten Villa“ umziehen.

Utting – Zugegeben, recht einladend war der Uttinger Christkindlmarkt auf dem Gelände in der Mühlbachstraße beim alten Feuerwehrhaus unterhalb der Schule nicht. Die Besucher verloren sich auf dem zu großen Platz mit den Buden an den Rändern. Eine vorweihnachtliche Stimmung kam hier eigentlich nie auf, am ersten Adventwochenende. Traditionell eröffnet Utting den Reigen der großen Westufer-Märkte vor Dießen und Schondorf. Jetzt wird der Christkindlmarkt hier „reloaded“ und völlig neu aufgerollt. Mit Jill Weidinger-Albrecht als Marktleiterin und einem neuen attraktiven Standplatz im Biergarten der „Alten Villa“.

Lange war ungewiss, ob es heuer überhaupt einen Christkindlmarkt in Utting geben werde. Die bisherige Marktleiterin Daniela Herzog hatte das ihr von der Gemeinde übertra­gene Marktrecht nämlich zurückgegeben. Bürgermeister Josef Lutzenberger und die Verwaltung suchten händeringend eine Nachfolge. Lange meldete sich niemand, bis es Jill Weidinger-Albrecht zu bunt wurde. Das Vorstandsmitglied der Grün-Alternativen Liste verfolgte als eifrige Besucherin der Gemeinderatssitzungen die Diskussionen um den Markt und legte schließlich ein eigenes Konzept vor. Das nahm der Rat gerne an und gab Grünes Licht.

Damit heißt es jetzt in den Sommermonaten für die Architektin Weidingern-Albrecht, sich schon auf Weihnachten einzustimmen. Als Bauleiterin hat sie ja genügend Erfahrung in Projektplanung und Organisation. Und ihre Vorgängerin Daniela Herzog wird ihr anfangs zur Seite stehen. Zusammen mit Bernd Pickl, dem Pächter der „Alten Villa“, schmiedet sie an ihrem Konzept, den Christkindlmarkt auf das dortige Biergartengelände zu verlegen. Wenn die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung als Hausherr ihr O.k. gibt und das Sicherheitskonzept absegnet, steht der Eröffnung am Samstag vor dem 1. Advent nichts mehr im Wege. Fast alle Kunsthandwerker, Budenbetreiber und Vereine wollen am 1. Dezember wieder dabei sein.

„Mein Markt soll nicht nur eine gelungene Mischung aus regionalem Kunsthandwerk und kulinarischen Köstlichkeiten werden, sondern ein Platz der Begegnung und des Austauschs“, sagt Jill Weidinger-Albrecht. „Die Uttinger sollen die Besonderheit und Individualität ihres Marktes aktiv erleben können, zum Beispiel mit Konzerten, Lesungen oder auch einem Kasperltheater für die Kleinen.“ Der neue Platz unter Bäumen und in der Nähe des Sees verspreche zudem eine besonders vorweihnachtliche Stimmung. Und sollten dann noch die ersten weißen Flocken rieseln, dann wird die berühmte „Feuer­wehrzangenbowle“ der Freiwilligen Feuerwehr doppelt so gut schmecken.

Dieter Roettig

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