Utting feiert seine Schule

In dieser Woche blickt die Volksschule Utting mit einem großen Festakts für geladene Gäste und einem Tag der offenen Tür am Freitag, 14. Mai, auf ihre 100-jährige Geschichte zurück. Errichtet wurde die Schule, deren zweiteiliger Baukörper mit Walm- und Mansard-Halbwalmdächern und zwei Zwerchgiebeln seit 1981 unter Denkmalschutz steht, im Jahr 1909. Heute werden in Utting rund 310 Schüler in 14 Klassen von 30 Lehrern unterrichtet.

In der Geschichte der Gemeinde Utting hat es vier Schulgebäude gegeben. Das erste war eine so genanntes „Schullokal“ in der Hechenwanger Straße, das nach über 400 Jahren im Jahr 1936 abbrannte. Das zweite Schulhaus befand sich am Kirchberg 2, das dritte war von 1872 bis 1909 an der Schondorfer Straße Ecke Seefelderhofberg in Betrieb, dort befindet sich nun das Raiffeisen-Lagerhaus. Erbaut wurde das heutige Schulgebäude vom Bezirksingenieur Kirchner auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Johann Sedlmeier. Sedlmeier hatte das Grundstück, wie Schulleiterin Petra Baumann erzählt, heimlich ohne Zustimmung des Gemeinderates gekauft und durch den Verkauf eines anderen, privaten Grundstücks selbst finanziert. Ausstellungen im Schulhaus, darunter auch eine Sammlung von alten Klassenfotos, sollen zum Jubiläum zeigen, wie die Schule entstanden ist und wie sie sich entwickelt hat. Auch sportliche Erfolge werden durch Pokale und Urkunden belegt. Zu den erfolgreichen Sportlern, die in an der Volksschule Utting ihre Karriere begannen, gehört auch die Triathletin Lisa Rester vom SC Riederau, die in den Bayern- und Bundeskader berufen wurde. Ereignisse dokumentiert auch die erstellte Festschrift mit Daten zu den beiden Schulerweiterungen in den 1960er und 1990er Jahren und eine Auflistung früherer Schulleiter. Ein Sternmarsch an dem sich Schüler und Festgäste aller Orte beteiligen dürfen, wird den Tag der offenen Tür gegen 10.30 Uhr eröffnen und das große Einzugsgebiet der Schule, von Hofstetten über Schondorf, Finning, Windach und Greifenberg bis nach Eching aufzeigen. Anschließend stehen Aktionen auf dem Programm: Ein Malwettbewerb, der in Zusammenarbeit mit der Agenda 21 zum Thema „Schule der Zukunft“ durchgeführt wurde, wird prämiert, außerdem ist eine ungewöhnliche Modenschau und ein Theaterstück zu erleben. „Unser Fest soll eine gute Mischung zwischen Erinnerung und Zukunft werden“, betont die Schulleiterin, die dem aktuell beschlossenen Mittelschulverbund mit Windach und Dießen aufgeschlossenen gegenüber steht.

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