Abschiedsgeschenk für Josef Lutzenberger

Ein Buddha für den grünen Bürgermeister

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In Anerkennung seines „gelassenen und doch zielführenden Amtsstils“ bekam Uttings scheidender Bürgermeister Josef Lutzenberger (rechts) vom gesamten Gemeinderat einen Buddha als Abschiedsgeschenk. Hier mit Gremiumsmitglied Helmut Schiller, der die Idee dazu hatte.

Utting – Ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk für ihren scheidenden Bürgermeister Josef Lutzenberger haben sich die 16 Gemeinderatsmitglieder von Utting ausgedacht: Eine gut 20 Kilogramm schwere meditierende Buddha-Figur wird künftig seinen Garten schmücken und ihn an seine zwölfjährige Amtszeit erinnern. Ein Buddha deshalb, weil die Tugend der Gelassenheit seinen Politikstil geprägt und er trotzdem die Anliegen der Gemeinde mit Tatkraft und viel Energie durchgeboxt hat. Josef Lutzenberger war nicht mehr zur Wahl angetreten.

Gemeinderat Helmut Schiller (SPD) überraschte Josef Lutzenberger bei seiner letzten wegen Corona abgespeckten Ferienausschusssitzung mit einem symbolischen Mini-Buddha, während das tatsächliche Abschiedsgeschenk von „Mittätern“ heimlich in seinem Garten platziert wurde. Lutzenberger war gerührt und dankte im Gegenzug den Gemeinderäten für die konstruktive Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Und er lud in Absprache mit seinem Nachfolger Florian Hoffmann die scheidenden Gemeinderäte zur kommenden Bürgerversammlung ein, wo sie würdevoll verabschiedet werden. Wegen Corona sei eine komplette letzte Gemeinderatssitzung mit der ursprünglich geplanten Ehrung nicht möglich.

Seit 2008 war der „Grüne Joe“, wie ihn seine Freunde in der GAL nennen, im Amt. Er gewann damals überraschend die Stichwahl mit 55,68 Prozent gegen den damalichen Amtsinhaber Josef Klingl von der CSU (44,32 Prozent) und war damit der erste grüne Rathauschef im Fünfseenland. Zuvor gehörte er schon zwölf Jahre dem Gemeinderat an und war seit 1996 auch Kreisrat und Mitglied des Kreis­ausschusses.

Dass die Uttinger mit seiner Arbeit in der ersten Amtsperiode zufrieden waren, zeigte sich bei seiner Wiederwahl im März 2014 mit 59,38 Prozent der Stimmen. Lutzenberger ist beliebt in seiner Gemeinde, was man auch bei den Bürgerversammlungen sehen konnte. Er kennt fast alle Einwohner beim Namen, viele duzt er und es gab stets viel Schulterklopfen für seinen Rechenschaftsberichte. Sein Politikstil war nach eigener Aussage „geprägt von Transparenz, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein. Mit dem Gemeinderat diskutierte er konstruktiv und fair und Entscheidungen fielen stets an der Sache orientiert.

Zurück in die Schule

Für Josef Lutzenberger bedeutet der Abschied vom Rathaus nicht das Ende seines Berufslebens. Der Diplom-Ingenieur und frühere Fachlehrer für Mechatronik und Elektrotechnik kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. In den Beruflichen Schulen Landsberg wird er in der Schulleitung tätig sein.
Dieter Roettig

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