Keine Extrawurst

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Trotz Ablehnung durch den Gemeinderat wollen Ilse Still und Bernhard Noll weiterkämpfen für eine Parkzeitänderung sowie Anliegerparkausweise in der Bahnhofstraße.

Utting – Zu den vielfältigen Aufgaben eines Gemeindegremiums gehört es auch, Anfragen und Anträge von Bürgern zu erörtern. Diesmal ging es um die Frage: Reichen zwei Stunden für einen Friseurbesuch? Nicht immer, wie Ilse Still in ihrem Antragsschreiben an den Uttinger Gemeinderat ausführte. Mit Wartezeit, Waschen, Schneiden, Färben, Dauerwelle etc. kann das durchaus länger dauern, was dann einen Strafzettel zur Folge haben könnte. Denn in der Bahnhofstraße ist die Parkzeit auf zwei Stunden beschränkt, was die Inhaberin eines Friseursalons nicht länger hinnehmen will. Deshalb stellte sie einen Antrag an die Gemeinde, die Parkzeit in ihrem Bereich auf drei Stunden zu verlängern.

Dieser Antrag, vorgetragen von Bürgermeister Josef Lutzenberger, wurde nach kurzer Diskussion mit 16:1 Stimmen abgeschmettert. Man war der Meinung, die 2-Stunden-Regelung für alle Geschäfte in der Bahnhofstraße sei großzügig, ausreichend und gewerbefreundlich. Die Apotheke zum Beispiel wäre sogar mit einer halben Stunde Parkzeit zufrieden gewesen. Wenn jemand einen längeren Termin in der Bahnhofstraße habe, stehe ja der große Parkplatz an der Schule rund 200 Meter entfernt zur Verfügung. In ihrem Antrag hielt Ilse Still dagegen, dass man älteren oder behinderten Kunden diesen Weg nicht zumuten könne. Manche Kunden würden sich einen anderen Friseur suchen und der Umsatz ginge zurück. „Letztendlich reduzieren Sie damit auch Ihre Gewerbesteuer“, so Ilse Still in Ihrem Antrag.

Das Anliegen von Ilse Still an den Gemeinderat enthielt auch die Bitte um Ausstellung von Anwohnerausweisen für zeitlich unbegrenztes Parken in der Bahnhofstraße. Die Mieter ihres Altbaus, im Publikum vertreten von Bernhard Noll, wären auf öffentlichen Parkraum angewiesen, da auf dem Hausgrund kein genügender Platz zur Verfügung stehe. Auch dieses Begehren wurde vom Gemeinderat abgelehnt. Was Ilse Still und Bernhard Noll nicht so ohne weiteres hinnehmen werden. Eine Unterschriftenaktion der Anwohner soll die Gemeinderäte doch noch zum Umdenken bringen.

Dieter Roettig

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