10.000 Euro pro Jahr

Uttinger Bürgerbudget ist startklar

Bürgerbudget Utting
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10.000 Euro jährlich macht der Uttinger Gemeinderat für das Bürgerbudget locker. Zum Arbeitskreis gehören auch Bürgermeister Florian Hoffmann (vorne rechts) und 2. Bürgermeister Patrick Schneider (vorne links). In der Mitte Initiatorin Lisa Vogt.
  • Dieter Roettig
    vonDieter Roettig
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Utting – Schondorf führte 2019 als erste Gemeinde am Ammersee-Westufer das Beteiligungsprojekt „Bürgerbudget“ ein. Einige Ideen der Bürger wurden mit finanziellen Mittel aus dem Haushalt bereits erfolgreich realisiert – etwa der Schondorfer Gemüse­garten, die Büchertauschvitrine im Bahnhof, der Fairteiler-Kühlschrank zur Lebensmittelrettung oder, wie zuletzt, die Bewegungsplattform beim Sportplatz. Dem will Utting nicht nachstehen.

Der Erfolg des von den Schondorfer Grünen initiierten Konzepts beflügelte die Nachbarn in Utting zur durchaus gewünschten Nachahmung. Auf Antrag von Gemeinderätin Lisa Vogt (GAL) gibt es ab sofort auch hier ein Bürgerbudget zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements bei der Gestaltung der Gemeinde. Im diesjährigen Haushalt sowie in den Folge­jahren werden jeweils 10.000 Euro zur Realisierung der Ideen eingestellt. Ziel sei es laut Bürgermeister Florian Hoffmann, aus den vielen guten Vorschlägen der Bevölkerung einen Ideenpool für Verbesserungen in der Gemeinde zu bilden.

Bis August können Uttinger im Alter ab 14 Jahren sowie ortseigene Vereine, Gruppierungen, Institutionen oder Nachbarschaften Ideen bei der Gemeinde einreichen, die dem Gemeinwohl dienen und die den Krite­rien entsprechen. So müssen sie in den Zuständigkeits- und Aufgabenbereich der Gemeinde fallen und keine direkte Wirtschaftsförderung oder Zuwendung für private Zwecke darstellen. Außerdem müssen die Projekte einem nachhalti­gen, sozialen oder gemeinschaftlichem Zweck dienen.

Wichtig: Die Projekte müssen durch die Einreicher umge­setzt, erhalten und gepflegt werden. Einzelprojekte dürfen einen Zuschuss von 5.000 Euro nicht überschreiten. Dazu müssen dem Antrag eine schlüssige Kostenkalkulation sowie die Folgekosten für die nächsten drei Jahre beigefügt werden.

Bereits im September werden alle eingereichten Vorschläge durch den Arbeitskreis Bürgerbudget geprüft. Ihm gehören neben Bürgermeister Hoffmann auch sein Vize Patrick Schneider an sowie Jennifer Süßmann, Simon Hafner, Martin Reinhardt und Florian Hansch. Alle Ideen, die den formalen Kriterien entsprechen, werden im Oktober zur Abstimmung durch die Uttinger Bürgerschaft freigegeben. Das letzte Wort hat schließlich wieder Gemeinderat, der für die Gewinner-Projekte das Geld aus dem Bürger­budget-Haushalt von insgesamt 10.000 Euro jährlich locker macht.

Eine Idee, die beim Bürgerbudget ganz sicher zu den Gewinnern gehört hätte, war der Antrag einer Bürgerin, der wegen der Dringlichkeit gleich behandelt und abgesegnet wurde. Gemäß dem Motto „Keine Kippe in den See“ werden in Utting an den Sitzbänken und Stegen der Gemeindeanlagen Aschenbecher fest installiert. Der Bauhof wird mit der regelmäßigen Entleerung beauftragt.

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