Auf dem Uttinger Campingplatz

Wenn das Campingfass am Haken hängt

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Elf hölzerne Campingfässer als Mobile Homes wurden auf dem Uttinger Campingplatz installiert und fest verankert, davon sieben direkt bei den Bootsliegeplätzen.

Utting – Wer sich mal wie der griechische Philosoph Diogenes fühlen oder einfach nur originell Urlaub machen will, wird auf dem Uttinger Erholungsgelände fündig. Elf Mobile Homes in Form von hölzernen Campingfässern wurden rechtzeitig vor Saisonbeginn angeliefert und als neue Attraktion auf dem Campingplatz installiert.

An den Bootsliegeplätzen wurden sieben und gegenüber der Rezeption vier dieser momentan in ganz Europa gefragten Alternativen zu Wohnmobil, Caravan, Zelt oder Bungalow aufgestellt und fest verankert. Dies entsprach einer zwingenden Vorgabe des Wasserwirtschaftsamtes, da der Campingplatz im Bereich des Überschwemmungsgebietes liegt. Damit man nicht im Falle eines Falles mitten auf dem Ammersee treibend aufwacht, war die Verankerung Voraussetzung für die Genehmigung. Der Uttinger Gemeinderat hatte den Antrag von Campingplatz-Pächter Bernd Pickl einstimmig befürwortet. Allerdings unter der Voraussetzung, dass hier keine Dauercamper einziehen. Da die Campingfässer bauliche Anlagen sind, musste erst eine Bebauungsplanänderung für die beiden Standplätze erfolgen.

Eine Nacht im Campingfass ist recht erschwinglich. So kostet sie in der Hauptsaison für eine Familie mit einem Kind inklusive Pkw-Parkplatz, Strom und Endreinigung unter 50 Euro. WLAN ist ohnehin frei für Gäste auf dem gesamten Campingplatzgelände.

Für den 5. Stern

Bernd Pickl, auch Wirt der nahen „Alten Villa“, verwirklicht zur Zeit noch mehr Pläne zur Freude seiner Stammgäste wie zum Beispiel die Glaseinhausung der Gastronomie-Terrasse, die Verlegung und Sanierung des Kinderspielplatzes, die Eröffnung eines Kinderhorts und geführte Aktivitäten rund um den Ammersee. Damit sollte der fünfte Stern des ADAC sicher sein und Utting dürfte sich bald „Superplatz“ nennen. Bislang wurde der paradiesisch direkt am Ammersee gelegene Platz mit vier Sternen in den ADAC-Führern und -Empfehlungen bewertet.

Im südöstlichen Teil des Campingplatzes gegenüber dem Pavillon soll zudem ein frei zugängliches Beachvolleyball-Feld errichtet werden, auf dem auch Beachsoccer gespielt werden kann. Projektträger ist hier die Volleyballabteilung des TSV Utting mit finanzieller Bezuschussung durch das Leader-­Programm. Der Platz soll laut dem TSV Utting ein „sportlicher Treffpunkt von Jung und Alt aller Bevölkerungsschichten“ werden. Durch Turniere wolle man Beachvolleyball und Beachsoccer auch in unserer Region populärer machen und so mehr Menschen zum Sporteln bringen.
Dieter Roettig

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