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Ist das Strandbad schuld?

Uttinger Gemeinderat Karl Sauter: Rücktritt nach 23 Jahren

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Den Uttingern ist ihr Strandbad zu jeder Jahreszeit heilig. Sie wollen stets freien Zugang zu ihrem „Juwel am See“. Bei der Frage nach der Haftung außerhalb der Öffnungszeiten gab es starken Gegenwind für Gemeinderat Karl Sauter, der nach 23 Jahren seinen Rücktritt erklärte. Ohne Begründung, wohl aber aus Ärger über die Reaktion der Uttinger.

Utting – Er sagte beim Abschied leise Servus und schwieg über die Gründe der Niederlegung seines Mandats: Karl Sauter, seit 23 Jahren für die CSU Gemeinderat in Utting, wurde bei der jüngsten Sitzung von Bürgermeister Josef Lutzenberger mit einer wehmütigen Dankesrede verabschiedet.

Schließlich kennen sich Lutzenberger und Sauter schon seit Jugendtagen und sind 1996 zusammen in den Gemeinderat gewählt worden. Sie nahmen auf gegenüber liegenden Seiten des Ratstisches Platz – Lutzenberger für die „Grünen“ und Sauter für die „Schwarzen“. Trotz unterschiedlicher politischer Gesinnung haben die beiden hervorragend zusammengearbeitet, auch als Josef Lutzenberger 2008 zum Bürgermeister gewählt wurde.

Ab Mai 2008 war Karl Sauter als zweiter Bürgermeister für sechs Jahre sein Vize. „Du warst ein klasse Stellvertreter, ich danke dir sehr herzlich für deine Loyalität“, so Lutzenberger: „In der Sache orientiert und ihrer kundig, kollegial, mit Herzblut, aber ausgewogen handelnd, hast du für die Belange unseres Dorfes gearbeitet.“ Karl Sauter, im Hauptberuf Rechtspfleger und Regierungsdirektor im Justizministerium, hatte bei der Kommunalwahl 2014 mit 2.227 Stimmen die meisten „Kreuzerl“ für die örtliche CSU-Liste bekommen.

Was wohl für seine Wertschätzung sprach. Schließlich war er im Gemeinderat in vielen Funktionen aktiv, ob als Mitglied im Finanz-, Bau- und Umweltausschuss oder als Referent für Sport, Senioren, Kirchen, Friedhöfe und KZ-Gedenkstätten. Überdies entsandte ihn seine Fraktion in den interkommunalen Ausschuss, den Utting zusammen mit den Gemeinden Schondorf und Greifenberg gebildet hatte. Sauter war auch Mitinitiator für das „Zukunftsbild Utting 2020“, das der Gemeinderat als Grundlage für das Ortsentwicklungskonzept erstellt hat.

Um so erstaunter war Bürgermeister Lutzenberger, als er kurz vor Weihnachten das schriftliche Rücktrittsgesuch von seinem langjährigen Wegbegleiter Karl Sauter zugestellt bekam. Knapp und ohne Begründung erklärte der seinen Rücktritt, der in der ersten Sitzung des neuen Jahres offiziell bestätigt wurde.

Das „Warum“ seines Rücktritts verschwieg der verdiente Kommunalpolitiker. Aber man munkelt, dass ihn der scharfe Gegenwind aus der Bevölkerung arg zugesetzt hat, weil er mit der Haftungsfrage für das Uttinger Strandbad eine öffentliche Diskussionslawine losgetreten hat. Beim Thema Strandbad kennen die Uttinger nämlich keinen Spaß. Sie wollen das ganze Jahr über freien Zugang zu ihrem historischen „Juwel am See“.

Dabei hatte Sauter lediglich im Gemeinderat nachgefragt, wer außerhalb der Öffnungszeiten des Strandbades bei einem Unfall haftet. Denn auch abends und von Herbst bis Frühjahr war das Strandbad von jedermann betretbar. Angeregt zu der Haftungsfrage wurde Karl Sauter vom Entschluss der Marktgemeinde Dießen, die Schlüssel für das Strandbad St. Alban einzukassieren, mit denen man auch außerhalb der Öffnungszeiten das Bad nutzen konnte.

Der Uttinger Gemeinderat beschloss daraufhin, ein Rechtsgutachten für die Haftungsfrage in Auftrag zu geben und bis zur endgültigen Klärung den Zugang zum Strandbad mit einer 1,75 Meter hohen Türe zu erschweren, die nur von Erwachsenen geöffnet werden kann.

Der CSU-Nachrücker im Uttinger Gemeinderat steht bereits fest. Es ist der parteilose Unternehmer Peter Liebner, der bei der nächsten Sitzung im Februar vereidigt wird. 

Dieter Roettig

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