Umzug während des Umbaus

Uttinger Kinderhaus in Containern

Container Utting Haus der Kinder
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Für mindestens ein Jahr residiert das Uttinger „Haus der Kinder“ in einem Container-Provisorium an der Jahnstraße, während das Gebäude-Ensemble auf der Ludwigshöhe saniert wird.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Utting – Die Fertigstellung des Container-Provisoriums für das „Haus der Kinder“ in der Jahnstraße liegt in den letzten Zügen. Ab 31. August werden hier die Kids betreut, weil das Gebäude-Ensemble in der Ludwigshöhe saniert wird und einen neuen Zwischenbau bekommt. Für mindestens ein Jahr müssen vier Kindergartengruppen und eine Krippe in den Komplex bei Grundschule und Sportplatz ausgelagert werden.

Die Gemeinde hat dazu das 1.840 Quadratmeter große Grundstück gepachtet. Darauf sollte ursprünglich eine zweigeschossige Container-Anlage auf einer Fläche von 30 mal 14 Metern und zwei Fluchttreppen an der Ost- und Westseite errichtet werden, was der Gemeinderat aber aus Kostengründen verwarf. 750.000 Euro Miete für ein Jahr wollte die Firma.

Jetzt entstand hier eine wesentlich kostengünstigere komprimierte und eingeschossige Variante, für die die Regierung von Oberbayern einen bis zu 60-prozentigen Zuschuss zahlt. Die Anlage enthält zudem einen Büro-, Besprechungs- und Personalraum, einen Bewegungsraum, drei Ruhezimmer, Küche mit Lager und natürlich sanitäre Anlagen. Obwohl es sieben Parkplätze geben wird, sollen die Eltern die Kindertagesstätte nicht über die Jahnstraße anfahren, sondern über die Mühlbachstraße mit dem großen Parkplatz unterhalb des Fußballplatzes.

Wie berichtet, erfahren die beiden Haupthäuser auf der Ludwigshöhe aus den 60er-Jahren eine Sanierung hinsichtlich Energieeffizienz, Brandschutz und Haustechnik. Unter anderem werden die Bleirohre im Trinkwassernetz erneuert, die WCs renoviert und erweitert, Wände und Balkone gedämmt, eine Gasheizung und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie eine LED-Beleuchtung installiert, die alten zugigen Fenster erneuert und die Risse im Mauerwerk geschlossen.

Nach Abriss des laut Architekt Bernt Spengler „unbrauchbaren“ Zwischenbaus und Neuerrichtung bleiben die beiden Zugänge im Erdgeschoss für Kindergarten und Krippe erhalten. Eine neue, zentral gelegene vertikale Verbindung schafft kurze Wege und einen gemeinsamen Gartenzugang. Die zusätzliche Kinderkrippe findet im neuen Zwischenbau Platz. Die Essensräume und die Küche werden an alter Stelle neu errichtet, der Multifunktionsraum bleibt erhalten.

Haus 1 und Haus 2 bekommen eine brandschutztechnisch unbedenkliche Verbindung über den Zwischenbau. Eine Kindergartengruppe aus Haus 1 wird in den Neubau verlegt, was einen durchgängigen Flur möglich macht. Verwaltung und Personal sind zentral im Obergeschoss angeordnet und damit von allen Gruppen aus gut erreichbar. In den Gesamtkosten von 3,2 Millionen Euro schlägt der neue Zwischenbau mit ca. 1,2 Millionen Euro zu Buche.

Inzwischen hat der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung für 182.000 Euro weitere Arbeiten vergeben, unter anderem für Gerüstbau, Fassadenbau, Rollladenbau und Aufzug. Für die Kunststofffenster gibt es demnächst eine neue Ausschreibung. Das bisher erhaltene Angebot wurde nicht angenommen, da es satte 61 Prozent über der Kostenschätzung lag.

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