777 Euro pro Kopf

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Für ihre Einsatz bei der Aufbereitung des Uttinger Sonnendachls wurden das „Rentnerteam“ und weitere Freiwillige von Bürgermeister Josef Lutzenberger (links) geehrt: Hans Schöttl, Max Hornsteiner, Hans Reinhart, Matthias Hornsteiner, Lisbeth Reinhart, Manfred Wittwer, Franz Eimannsberger, Wilmi und Hans Schneider sowie Alban Bayer (v.links).

Utting – Erfreuliches konnten Uttings Bürgermeister Josef Lutzenberger und der neue Kämmerer Florian Zarbo (Nachfolger des im März 2016 überraschend gestorbenen Reinhold Wallner) bei der Bürgerversammlung im BVS-Bildungszentrum Holzhausen verkünden. Der Finanzbericht für 2015 zeigte Verbesserungen bei den Einnahmen und Minderungen bei den Ausgaben. So schlug bei Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuer sowie bei Zuweisungen vom Land ein Plus von 503.429 Euro zu Buche. Und bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt wurden im Vergleich zu den Planansätzen 556.165 Euro weniger ausgegeben. Dazu gehörten Personalkosten, Unterhalt und Bewirtschaftung von Gebäuden und Grundstücken, Verwaltungs-, Betriebs- und Geschäftsausgaben. Der Vermögenshaushalt der Gemeinde wurde durch eine Rücklagenentnahme in Höhe von 1.826.930 Euro ausgeglichen.

Die wesentlichen Investitionen in 2015 waren u. a. der Hochwasserschutz, der Regenwasserkanal bei den Gemeindehäusern in der Dyckerhoffstraße, die LED-Straßenbeleuchtung am Waldaweg, das Buswartehäuschen an der Holzhauser Straße und die E-Bike-Ladestation am Pavillon des Campingplatzes. Die Schulden der Gemeinde beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 3.476.795 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 777 Euro entspricht. Im Landesdurchschnitt der kreis­angehörigen Gemeinden liegt diese bei 700 Euro.

Für das Ende des jetzt ablaufenden Jahres schätzte Kämmerer Florian Zarbo die Schulden auf 3.365.754 Euro. Trotz wesentlicher Ausgaben für Hochwasserschutz und Erwerb des Schmucker-Grundstückes sinkt die Schuldenhöhe, da u. a. bei Gewerbe- und Grundsteuer sowie Wasserverbrauchsgebühren 204.413 Euro mehr als im Planansatz eingenommen werden.

Im Ausblick auf 2017 nannten Lutzenberger und Zarbo als unumgängliche Investitionen die Generalsanierung der Grundschule, den Realisierungswettbewerb für Sozialen Wohnungsbau auf dem Schmucker-Gelände sowie die Anschaffung eines „Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs“, kurz HLF 20, für die Freiwillige Feuerwehr Utting. Als wesentliche Einnahmen im Haushalt 2017 wurden der Verkauf von Grundstücken an der Dyckerhoffstraße (ehemaliges Jugendhaus) und am Schmucker-Gelände genannt, ebenso der Verkauf des Wasserleitungsortsnetzes an den Zweckverband Wasserversorgung Ammersee-West für rund 700.000 Euro.

Ohne Fleiß kein Preis! Bürgermeister Lutzenberger, seine Vize Margit Gottschalk und die 15 Gemeinderäte haben in 16 Gemeinderatssitzungen 168 öffentliche und 89 nicht öffentliche Tagesordnungspunkte abgearbeitet. Dazu tagten je 15 mal der Bau- und Umweltausschuss sowie der Finanz- und Rechnungsausschuss. Es ging neben zahlreichen Bauanträgen um den neuen Rewe-Nahversorger, der in diesen Tagen eröffnet. Oder um die sechs Parkautomaten am Erholungsgelände, das Verkehrskonzept im Gries, in der Mühl- und Seestraße, Parkzeitregelungen, Breitbandausbau, Erweiterung des Gewerbegebiets Nord, das Baumkataster-Verzeichnis oder das Sicherheitskonzept für den Summerpark.

Die neu gegründete Arbeitsgruppe „Schmucker“ beriet sich bislang in fünf Sitzungen. Im kommenden Jahr werden sich die Gemeinderäte dieser Gruppe noch öfter treffen, denn die Bebauung ist einer der Hauptschwerpunkte für die nächsten Jahre (siehe Bericht unten).

Interessant für die rund 130 Besucher der Bürgerversammlung war auch der Blick ins Einwohnermelde- und Standesamt. So beträgt die Einwohnerzahl Uttings 4.595, darunter 226 Bürger mit Nebenwohnsitz. Es gab 27 Geburten, 33 Sterbefälle und 96 Eheschließungen bzw. Lebenspartnerschaften. Gratuliert wurde zu neun Goldenen, vier Diamantenen und einer Eisernen Hochzeit. 37 Uttinger feierten ihren 80. Geburtstag, 20 den 85., zehn den 90. und drei den 95.

In seinem Schlusswort dankte Bürgermeister Josef Lutzenberger allen Ehrenamtlichen und Vereinen, die das Dorfleben uneigennützig bereichern. Ob mit dem Leonhardi-Ritt, der Seebühne, dem Christkindlmarkt oder dem Netzwerk Asyl. Stellvertretend zeichnete er die Mitglieder des „Rentnerteams“ aus, die das Sonnendachl, Uttings westlichen Aussichtspunkt, wieder ansehnlich aufbereitet und ein neues fünf Meter hohes Gipfelkreuz mit Jesusfigur und Kupferdach in­stalliert haben. In wochenlanger Arbeit entfernten die engagierten Rentner mit weiteren Freiwilligen das Buschwerk, schütteten den Hügel für das Kreuz auf und setzten Steinstufen. Auf einer Sitzbank neben dem Kreuz kann man jetzt die herrliche Aussicht auf den Ammersee genießen.

Dieter Roettig

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