Finning feiert fleißig weiter

Mehr als 8.500 Besucher am Festwochenende bei 1.200-Jahr-Feier

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Der Festumzug war ein echtes Highlight der 1.200-Jahr-Feier.

Finning – Finning hat den überwiegenden Teil seiner Festlichkeiten zur 1.200-Jahr-Feier absolviert. „Die Reaktionen waren überwältigend und extrem positiv“, so Bürgermeister Siegfried Weißenbach. Soviel Zuspruch zeige, dass sich die anderthalbjährige Tätigkeit und die akribische Planung im Festausschuss gelohnt habe.

„Es war ein friedliches und schönes Fest, mit bester Stimmung“, so Weißenbach. Alles habe gut geklappt, im Vorfeld habe es lediglich ein Problem gegeben: die Absage des Festwirts Fahrenschon, die der Gemeinde am Pfingstsonntag unvorbereitet ins Haus flatterte. „Wir haben aber sehr schnell einen neuen Festwirt, Herrn Mörz, gewinnen können“, berichtet Festorganisator Maik Renger.

Etwas chaotisch sei es zunächst am Abend mit Kabarettistin Martina Schwarzmann gelaufen, als zu Beginn der Veranstaltung noch nicht jeder der 1.500 Besucher ein Getränk hatte. In der Pause habe man das schnell beheben können, in dem die Festausschussmitglieder und weitere Helfer die leeren Gläser abgeräumt hätten und die Bedienungen des Festwirts sich dadurch aufs Servieren konzentrieren konnten. Beim Seniorennachmittag habe es vereinzelt Kritik an den hohen Preisen für Kaffee und Kuchen gegeben. Bürgermeister Weißenbach teilt zwar diese Auffassung, sagt aber dazu: „Die Preisgestaltung lag aber hier nicht mehr in unseren Händen, da wir für die Senioren beim Festwirt bereits für Bier und Hendl einen günstigeren Preis nach Vorgabe des Landratsamtes herausgehandelt hatten.“

Ansonsten ist alles zur besten Zufriedenheit verlaufen, die Bürger der Gemeinde sind näher zusammengerückt, viele haben sich beim Helfen erst kennengelernt. Auch am 8. und 9. Juni war die Stimmung bereits gut gewesen, als eine Serenade und ein Markt mit fast 70 Ständen viele Gäste aus nah und fern angelockt hatten. Der Festausschuss wird am 3. September ein gemeinsames Resümee ziehen. Vorab kann Festorganisator Maik Renger aber schon berichten, dass am Festwochenende im Juli insgesamt etwas über 8.500 Besucher in Finning waren. Dass so viele Gäste und Vereine in wunderbaren Trachten und mit ihren schönen Fahnen auch von außerhalb gekommen sind, zeige, dass der Zusammenhalt nicht nur im Dorf groß sei, sondern auch im gesamten Landkreis.

Was den Kassensturz angeht, kann Gemeinderatsmitglied Wilhelm Turetschek, der im Festausschuss für die Finanzen und damit für die komplette Abrechnung zuständig ist, derzeit noch keine abschließende Aussage machen. „Es sind gerade Ferien und es stehen noch einige teils umfangreiche Rechnungen aus“, so Turetschek. Der Gemeinderat hatte für die Feiern im Jubiläumsjahr ein Budget von 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Wir können aber heute schon sagen, dass dieses bisher bei weitem nicht ausgeschöpft wurde und auch nach Eingang aller Rechnungen und Verbindlichkeiten nicht ausgeschöpft werden wird“, so Wilhelm Turetschek. „Dies ist zum einen den vielen fleißigen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken und zum anderen auch den sehr großzügigen Spendern und Sponsoren, die die Gemeinde bei der Durchführung der Feiern finanziell unterstützt haben. Über die genaue finanzielle Lage werden wir erst Mitte/Ende September Klarheit bekommen“, sagt Turetschek.

Die ausgelegten Helferlisten während des Festes zeigen, dass insgesamt 313 Finninger Bürgerinnen und Bürger als Helfer am Fest mitgewirkt haben. Sie alle sollen für ihren Einsatz auch belohnt werden: „Am 5. Oktober gibt es in der Gemeindeturnhalle ein Fest für alle Helfer, bei dem wir auch Bilder der Fotografen Matthias und Jakob Francke zeigen wollen“, so Gemeindechef Siegfried Weißenbach. Im Anschluss daran folgt Ende Oktober/Anfang November aber noch ein weiterer Höhepunkt im Festjahr: das Finninger Dorftheater, das auch unter dem Motto „1.200 Jahre Finning“ steht. Fernsehautor Helmut Görlach hat eigens das Stück „Der Festausschuss“ geschrieben, das Finninger Geschichte und Geschichten Revue passieren lässt. Die Proben laufen bereits. Das Festjahr wird mit einem Christkindlmarkt ausklingen.

Nina C. Zimmermann

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