Von Vergangenheit bis Gegenwart

Der süßen Versuchung können auch Bürgermeister Herbert Kirsch (links) und Marktleiter Wolfgang Lösche nicht widerstehen. Die Etagere, auf der die Pralinen liegen, wurden in der Nördlinger Keramikwerkstatt von Peter Lang hergestellt. Foto: Nagl

Bestens vorbereitet ist die Gemeinde Dießen auf ihr alljährliches Großereignis, den Dießener Töpfermarkt, der vom 2. bis 5. Juni stattfindet und an Christi Himmelfahrt eröffnet wird. Dies wurde bei einer „Pressekonferenz mit Schokolade und Pralinés“ deutlich, zu der Bürgermeister Herbert Kirsch, Marktleiter Wolfgang Lösche und Pressesprecherin Beate Bentele eingeladen hatten. Schließlich ist der zentrale Ausstellungspavillon beim Dampfersteg heuer dem Thema „Kaffee und Schokolade“ gewidmet.

Dort werden die Marktbesucher viele Keramiken finden, die die Aussteller für den süßen, kulinarischen Genuss eigens für den Markt kreiert haben. Damit, so Lösche, leiste der Markt einen Beitrag dazu, die Geschirrproduktion rund um die Kaffeekultur in handwerklichen Keramikwerkstätten zu etablieren. Insgesamt sind 170 Werkstätten aus elf Ländern, darunter 15 neue Aussteller, für die sich die Jury im strengen Auswahlverfahren entschieden hat, heuer am Start. „Das hält den Markt vital und dynamisch“, betonte Lösche, der erneut eine Qualitätssteigerung ankündigen konnte: „Wir haben sehr individuell arbeitende Werkstätten aufgenommen. Zum Beispiel aus Estland, England und Frankreich.“ Ein innovatives Thema wird die Gestaltung von keramischen Oberflächen durch Drucktechniken sein. Auch die berufliche Bildung im Keramikerhandwerk, insbesondere die „Gestaltung im Handwerk“ soll verstärkt in den Fokus gerückt werden. Dazu möchte auch die staatliche Keramikfachschule aus Landshut im Infozelt ihren Beitrag leisten. Außerdem ist das Publikum eingeladen, gemeinsam mit einem Spezialisten 600 Raku-Schalen zu gestalten und zu brennen. Auch heuer findet der Töpfermarkt nicht nur am Seeufer statt – er hat die ganze Marktgemeinde fest im Griff. Handwerksbetriebe, Galerien und Läden öffnen ihre Türen für Gäste aus aller Welt und der Keramikweg leitet die Besucher quer durch den Ort. Spannende Stationen sind unter anderem der Traidtcasten beim Marienmünster und erstmals auch das historische Rathaus. Hier erzählt die Ausstellung „Ernst Lösche – Retroperspektive“ aus dem Leben und Wirken von Dießens berühmtestem Keramiker und Heimatforscher. Sensationelles Im Traidtcasten kann man den tönernen Wettstreit um die Verleihung des Dießener Keramikpreises erleben, der sich diesmal dem klassischen Thema „Vasen“ widmet. Die rund 70 Wettbewerbsbeiträge sind dort an allen vier Markttagen zu sehen. Außerdem wartet das neu gestaltete Museum Lösche im Keramikzentrum am Kirchsteig mit aktuellen, „sensationellen Funden“ auf, die in der TU-München restauriert wurden, und Sammler Arthur Sudau zeigt in seinem Keramikkabinett an der Rotter Straße historische Arbeiten und eine Gedächtnisausstellung zum Leben und Werk von Jörg von Manz.

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