Trompete für die Sicherheit

+
Der Gehweg (rechts unten) im Mündungsbereich Staatsstraße/Curry Park endet im Nichts und die Verkehrsführung ist diffus. Eine Neugestaltung soll Abhilfe schaffen.

Dießen/Riederau – Rund 30 Riederauer, insbesondere Anwohner der Straße Curry Park, sind der Einladung der Gemeinde gefolgt: Von Bürgermeister Herbert Kirsch und Planer Christoph Wohlfahrt ließen sie sich die Planung zur Neugestaltung der Eimündung Staatsstraße 2055/Curry Park vorstellen. Im Tagungsraum des Schulungszentrums der HypoVereinsbank herrschte Einigkeit: Nahezu 40 Jahre habe man auf diesen Tag gewartet, meinte eine Anwohnerin.

Fast alle Anwesenden erinnerten sich an brenzlige Situationen im Mündungsbereich und zeigten sich vom Planungsentwurf angetan. Wie Kirsch und Wohlfahrt zusammenfassten verleite die schräge Abfahrt von der Staatsstraße aus südlicher Richtung in den Curry Park zum schnellen Einbiegen und zur zügigen Weiterfahrt in Richtung Schulungszentrum. Bislang wird die breite Einfahrt durch eine Verkehrsinsel geteilt, die zurückgebaut werden soll, da sie Verwirrung erzeuge. Vielen Autofahrern sei unklar, auf welcher Seite er Insel sie fahren sollen.

Andererseits sind Fußgänger gezwungen, den sicheren Gehweg zu verlassen und in den gefährlichen Mündungsbereich einzutreten, um die Straße zu queren. Denn der bestehende Gehweg entlang der Staatsstraße endet hier. Deshalb, so Kirsch, sei das Ingenieurbüro GFM im August 2015 beauftragt worden, den Einmündungsbereich Curry Park/Dießener Straße (Staatsstraße 2055) zu untersuchen.

In der favorisierten Planungsvariante wird der Fahrverkehr zum langsameren Abbiegen gezwungen. Zu diesem Zweck wird eine nahezu rechtwinklige Abbiegesituation geschaffen. Fußgänger sollen durch 25 Meter Gehwegverlängerung an einen sicheren Punkt zur Querung der Straße Curry Park geführt werden. Auf der Nordseite der bisherigen Straßenfläche soll ein Grünstreifen entstehen.

Ein Anliegen der Anwohner war es auch, die innerörtliche Geschwindigkeit auf der Staatsstraße zu drosseln: Schon an der Ampel am Bahnhof, so ein Riederauer, würden viele Autofahrer Gas geben, weil nach dem Ortsschild, das nur wenige Meter südlich vom Mündungsbereich steht, bereits eine Geschwindigkeit von 100 km/h erlaubt sei. Kirsch möchte hier ein Geschwindigkeitsmessgerät aufstellen lassen und gegenüber dem Straßenbauamt anregen, die Geschwindigkeit südlich der Ortseinfahrt auf 70 zu limitieren. Aufgegriffen wurde auch der Wunsch einer Bürgerin nach einer besseren Straßenbeleuchtung, bislang fahre man „in ein dunkles Loch“.

In Kürze will man die Planung im Gemeinderat vorstellen. „Und bis zur Bürgerversammlung 2017 sollte der Auftrag vergeben sein“, betonte Bürgermeister Kirsch. Planer Wohlfahrt bezeichnete den jetzigen Knotenpunkt als „nicht verkehrssicher, nicht eindeutig, aber befahrbar“. Die Kosten für die Straßenbaumaßnahme werden voraussichtlich bei 50.000 Euro liegen.

Ursula Nagl

Auch interessant

Meistgelesen

Rational spendet dem BRK Landsberg 21.000 Euro
Rational spendet dem BRK Landsberg 21.000 Euro
Weltpolitik im Cord-Hüdli
Weltpolitik im Cord-Hüdli
"Hiermit stelle ich das LTG 61 außer Dienst"
"Hiermit stelle ich das LTG 61 außer Dienst"
Da sein und strukturieren
Da sein und strukturieren

Kommentare