HSB verliert und träumt von der ProB

Eine klare Niederlage haben die Heimerer Schulen Basket Landsberg in ihrem letzten Spiel vor dem Jahreswechsel kassiert: beim ProB-Absteiger Telemotive München verlor das Team von Trainer Sascha Kharchenkov überraschend deutlich mit 114:91. Da kommt die spielfreie Zeit nach vielen anstrengenden Wochen mit zahlreichen Blessuren und Erkäl- tungen genau recht.

Diese waren wohl auch ein Grund dafür, dass das Zusammenspiel in München nicht wie gewünscht funktionierte. Denn gerade die Vorwoche konnte man aufgrund von Verletzungen und Krankheiten kaum richtig trainieren. Nichts desto trotz hielten die Lechstädter bis zur Halbzeit mit. München führte zu diesem Zeitpunkt nur mit 50:46. Doch nach dem Seitenwechsel brach die HSB ein. Insbesondere Jason Boucher versteifte sich viel zu sehr auf Einzelaktionen, die zwar auch erfolgreich waren – der Wirbelwind erzielte 45 Punkte – aber seiner Mannschaft nicht entscheidend weiterhalfen. Kharchenkov ahnte es wohl schon sehr bald; sein Team würde an diesem Samstagabend nicht als Sieger vom Platz gehen und so gab er den jungen Spielern erneut ordentlich Einsatzzeit. Und die bestritten das Schlussviertel auch recht ordentlich. Nach der 114:91-Niederlage steht Landsberg nach der Hinrunde nur auf Platz 5 der Tabelle. „Herbstmeister“ ist die BG Leitershofen/Stadtbergen, die im Spitzenspiel Leipzig besiegte. In die 3. Liga? Teammanager Jürgen Fleßners Fazit der Vorrunde fällt dennoch recht positiv aus: „Hätte in der Vorbereitung jemand gesagt, wir sind nach der Hinrunde unter den ersten Fünf, hätte ich das nicht geglaubt. Nun sind wir in Schlagdistanz zu den Topplätzen und gerade mit dem Hintergrund, dass einige Spieler mit persönlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, können wir sehr damit zufrieden sein.“ Doch ehrgeizig wie Fleßner ist, will er sich damit auch nicht zufrieden geben. Die beiden Erstplatzierten werden sicher in die neue zweigleisige ProB aufsteigen. Der Dritte hat aber ebenfalls die Chance auf ein Ticket für die 3. Liga. Und so visiert er eben diesen dritten Platz auch an: „Man muss dieses Ziel haben“, sagt er. Beflügelt hat Fleßner dabei wohl auch, dass ein namentlich nicht benannter Sponsor eine sechsstellige Summe in Aussicht gestellt habe, sollte es tatsächlich klappen. Doch bei aller Euphorie warnt Fleßner auch: „Wir wollen keine Eintagsfliege schaffen. Das müssen alle mittragen! Kernthema ist dabei die Nachhaltigkeit. Das will gut überlegt und insgesamt gewollt sein.“ Moore muss gehen Sportlich will der HSB-Macher in der Rückrunde auf jeden Fall besser abschneiden. Im Kader werde es personelle Veränderungen geben. So wird die HSB in der Rückrunde auf den US-Amerikaner Chris Moore verzichten. „Er hat die Erwartungen in sportlicher Hinsicht nicht erfüllt“, erklärt Fleßner. In menschlicher Hinsicht sei die Zusammenarbeit überhaupt kein Problem gewesen, deshalb sei Fleßner die Entscheidung, die auch im Sinne von Trainer Kharchenkov gefällt wurde, nicht leicht gefallen. Der Trainer selbst war vor den Feiertagen nicht mehr zu einer Stellungnahme zu erreichen. Keine Ruhephase also für Manager und Coach. Denn es wird ein neuer Amerikaner für die Position unter dem Korb kommen. Am kommenden Samstag steht das erste Spiel der Rückrunde an: um 19:30 Uhr empfängt Landsberg im Sportzentrum die Dachau Spurs. Dann sollte der Neue bereits an Board sein.

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