Jetzt schlägt’s 13!

Hoher Besuch zur Vernissage des Kunstautomaten

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Was gibt's Neues? Reges Interesse bei der Vernissage zur 13. Spielzeit des Landsberger Kunstautomaten

Landsberg – Ein Zittern liegt in der Luft. Kommt Sie? Schon seit Tagen kursieren Gerüchte. Zur Vernissage der 13. Spielzeit des Kunstautomaten hat sich hoher Besuch angekündigt. Und tatsächlich: Nach der Begrüßung von Kunstautomatenbetreiber Gregor Netzer ein kurzer Trommelwirbel – und da ist sie: die Kanzlerin.

Natürlich nicht die Kanzlerin. Aber Schauspielerin Monica Calla alias Merkel ist ein Erlebnis. Mit abwärts gerichteten Mundwinkeln betreibt sie „Angilates“: in 20 Schritten zur Kanzlerin – für die Nachfolgerin. Alsdann begrüßt sie die eingereisten Deutschen, „die der CSU die Wahl versaut haben, das haben die gut gemacht“. Und tatsächlich, da ist Solvej Krüger aus Nordfriesland. Knapp 1.000 Kilometer gereist, um dabei zu sein. Sie verwandelt Natur-Fundstücke durch Zeichnungen zu Tieren, mal existierende, mal der Fantasie entsprungene „kleine Originale“.

Die fünf anderen Künstler haben keine Landesgrenzen überschritten – obwohl, da ist Sabine Mannheims aus Nürnberg. Sie geht auf „Spurensuche“: Collagen auf Alu-Dibond. Ulrike Baier aus Landsberg hat sich der „Poesie des Telefonbuchs“ gewidmet. Dessen Namen sie illustratorisch interpretiert. „Ich möchte Dinge würdigen, die verschwinden“, begründet sie die Lektürewahl.

Soundlaster-Organisatorin und Musikerin Sybille Engels kann auch malen – was sie mit „Manno!“ beweist: Hinterglasarbeiten mit allem, „was vor der Linse vorbeigeflattert ist“. Die Arbeit sei „ein ziemliches Gefummel in der Größe“, grinst Engels. Eva Maria Kränzlein aus Eichenau steuert mit ihren „Miniaturen“ Gemälde bei, abstrakt und gegenständlich, Landschaften und nicht Fassbares. Und schließlich noch ein Altbekannter: Volker Kurz ist zum dritten Mal im Kunstautomaten zu haben. Diesmal dreidimensional mit „Alabastertiere“, durch einen kleinen Lapsus Netzers zu „Alabastierte“ gewandelt: Figuren aus Alabastergips, die ihren ganz eigenen Charme haben.

Eine rundum gelungene Vernissage. Auch der Kanzlerin hat es nach eigener Aussage gefallen. Sie erwägt, in Landsberg zu bleiben.

Susanne Greiner

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