Versailles-Nacht beim Snowdance

Feiern, bis der Schnee fällt

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Da staunte Snowdance-Initiator Tom Bohn: Viele Landsberger kamen tatsächlich in historischen Kostümen zur „Versailles“-Nacht ins Stadttheater.

Landsberg – Gewiss wäre König Ludwig XIV. sauer gewesen. Da stürmen Dutzende prunkvoll gewandete Damen das zum Schloss von Versailles umgestylte Stadttheater und statt Hofknicks vor dem Sonnenkönig zücken sie ihre Smartphones, um erstmal WhatsApp-Nachrichten zu checken oder Selfies zu knipsen. So ist es halt, wenn man das 17. Jahrhundert in die Neuzeit verlegt und noch dazu in das Snowdance Independent Filmfestival. Es gab einen doppelten Anlass für das prachtvolle Spektakel im Stadttheater.

Zum einen zeigte Snowdance-Hauptsponsor Sky im Rahmenprogramm die ersten beiden Folgen der teuersten Fernsehserie, die je in Europa gedreht wurde: „Versailles“, ein bildgewaltiges und pompös ausgestattetes Historien­drama über Lust, Betrug und politische Intrigen am Hof von Versailles. Und zum anderen fand sowohl im Stadttheater wie auch in der benachbarten Sonderbar die gefragte „Electro Night“ statt, präsentiert vom KREISBOTEN.

Smartphones statt Hofknicks

Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig
Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig
Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig
Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig
Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig
Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig
Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig
Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig
Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig
Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig
Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig
Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig
Einen Riesenerfolg war die Versailles-Nacht (Samstag) beim Snowdance Independet Filmfestival in Landsberg. © Roettig

Während der Besuch im Kinosaal kostenfrei war, nahm man für die Party einen kleinen Obolus. Der entfiel allerdings, wenn man im historischen Kostüm erschien. Und davon machten erstaunlich viele Landsberger Filmfreunde Gebrauch und plünderten die Kostümverleihe zwischen Augsburg und München. Livrierte Diener, Wachsoldaten und ein Klavier-Geigen-Duo sorgten für die stimmige Abrundung des Bildes. Da staunte trotz Jetlag der aus Kanada extra angereiste Filmemacher Dan Gainsford, der zuvor mit seinem Dokumentarstreifen „Searching for Dragons“ für viel Beifall im Olympia-Filmtheater gesorgt hatte.

Erfreut über den Besuch seiner Tante Gesine Schwan mit Ehemann Peter Eigen zeigte sich Regisseur Tom Bohn. Das prominente Paar war sehr angetan von der SKY-Serie „Versailles“ und freute sich über den Bombenerfolg des Snowdance-Festivals.

Mitten im Getümmel der farbenprächtigen Figuren ganz bescheiden die zwei prominentesten Gäste: Prof. Dr. Gesine Schwan, unsere Beinahe-Bundespräsidentin, mit Ehemann Peter Eigen, dem Gründer der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International. Er hätte viel zu tun gehabt am Hofe König Ludwigs, wo Lug, Trug und Bestechung zum politischen Alltag gehörten. Wie kommt Gesine Schwan nach Landsberg zum Snowdance-Festival? „Ganz einfach“, lacht sie erfrischend. „Tom Bohn, der Initiator, ist mein Neffe. Und ich will doch mal sehen, was er da Tolles auf die Beine gestellt hat. Kompliment kann ich nur sagen!“

Im bis auf den letzten Platz gefüllten Kinosaal begrüßten Tom Bohn und Sky-Sprecher Ralph Fürther die Gäste. Fürther betonte nochmals die Wertigkeit des Snowdance Independent Festivals für seinen Sender, warum er auch dieses Jahr wieder als Hauptsponsor mitgemacht hat. Die fünf prämierten Filme wolle Sky demnächst zeigen. Und auf Nachfrage von Bohn verriet Fürther, dass sich Sky künftig auch als Produzent für deutsche Filme und Serien engagieren will.

Was für ein Gegensatz zum zarten Vorspiel des Klavier-Geigen-Duos, als nach dem „Versailles“-Film die Electro Night mit wummerndem Beat losging. Abgetanzt wurde bis in den frühen Morgen. Als die letzten Besucher, darunter angeblich auch Heiner Lauterbach und Til Schweiger, die Sonderbar verließen, lag Schnee auf den Straßen. „Snowdance“ war zumindest in dieser Nacht Wirklichkeit geworden.

Dieter Roettig

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