Auf der Verwaltungsbrücke ins Büro mit Lechblick

Ein städtisches Ver­­waltungsgebäude, das für Menschen mit Behinderung nicht zugänglich ist? Das kann und darf nicht sein, sagt OB Ingo Lehmann. Allemal nicht, wenn man dort neue Büros erschließen möchte: im Forsthaus direkt neben der Zentralen Stadtverwaltung. Der Aus- weg aus dem Dilemma: eine Brücke zwischen beiden Gebäuden.

Wie das Stadtoberhaupt am Mittwoch im Finanzausschuss er­läuterte, benötige die Verwaltung zusätzliche Räume für ihr Personal. Platz dafür wäre im Forsthaus, wo man eine leer stehende Wohnung im Dachgeschoss umbauen könnte. Das große Problem dabei ist die Barrierefreiheit der neuen Arbeitsplätze. Das Forsthaus komplett umzubauen wäre nur mit einem Riesenaufwand möglich und kaum umzusetzen, urteilte der Chef des Hochbaureferates, Peter Huber. Und ein Außenaufzug sei nur im Hof des Verwal­tungsgebäudes denkbar, doch eben diese Stelle könnten Menschen mit Behinderung nur ganz schlecht erreichen. Am einfachsten ist ein barrierefreier Zugang in die oberen Etagen des Forsthauses über eine Brücke möglich. Im zweiten Stock könne man höhengleich vom Lechhaus rübergehen, erläuterte Lehmann. Ein Treppenlift stellt danach die Anbindung an das erste und dritte Obergeschoss sicher. Mit dieser „pragmatischen Lösung“ (Lehmann) zeigten sich die UBV-Räte Christoph Jell und Dr. Reinhard Steuer nicht einverstanden. Körperbehinderte Mitarbeiter seien trotz Brücke und Treppenlift immer noch benachteiligt. Sie forderten Kom­plettumbau oder Außenlift. Die 160000 Euro für die Verwaltungsbrücke bleiben vorerst im Haushalt 2010. Für den Umbau des Dachgeschosses kommen noch 65000 Euro dazu.

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