Viel Geld für hartnäckige Ölspur – Teure Säuberung: Zwei Kilometer lange Ölspur kostet Fahrzeughalter rund 14000 Euro

Mit einer bösen Überraschung hat das neue Jahr für einen Fahrzeughalter aus dem Landkreis Dachau begonnen. Für die Beseitigung einer Ölspur, die sein Auto vor einigen Wochen zwischen Geltendorf und Türkenfeld verursacht hatte, flatterte ihm jetzt eine Rechnung über 14000 Euro ins Haus. Besonders bitter: Zum fraglichen Zeitpunkt hatte er nicht einmal selbst am Steuer gesessen.

Über das Ereignis berichtete der Geltendorfer Feuerwehrkommandant Ewald Kapfhammer im Rahmen seiner Jahresbilanz 2008. Demnach war die Wehr am 14. November um 5.10 Uhr zu einem Fahrzeugbrand an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Gelten- dorf und Türkenfeld gerufen worden. Das Feuer war schnell gelöscht. Der Fahrer des Wagens hatte sich allerdings bei Eintreffen der Einsatzkräfte bereits entfernt. Erst als es drei Stunden später hell wurde, stellte sich heraus, dass er mit seinem Fahrzeug offenbar schon im Geltendorfer Ortsbereich einen Motorschaden gehabt hatte, dann aber noch knapp zwei Kilometer in Richtung Türkenfeld weitergefahren war – so lang war jedenfalls die Ölspur, wegen der die Feuerwehr an diesem Morgen ein zweites Mal alarmiert wurde. Man habe versucht, die Fahrbahn wie üblich mit Hilfe von Ölbindern zu reinigen, berichtet Kapfhammer. „Das Öl war jedoch so tief in den neuen, offenporigen Straßenbelag eingedrungen, dass wir es nicht entfernen und die Straße deshalb auch nicht wieder freigeben konnten.“ Aufgrund des feuchten Wetters hatte sich ein regelrechter Schmierfilm gebildet, den nur eine Spezialfirma aus Landsberg mit einer neuartigen Kehr- und Saugmaschine beseitigen konnte. Deren Einsatz dauerte bis zum Nachmittag, die Straße blieb so lange einseitig gesperrt. Die Feuerwehr vor Ort habe keine andere Wahl gehabt, als diese Maßnahme zu veranlassen, erläuterte Kapfhammer. „Der Einsatzleiter ist für die Freigabe der Straße verantwortlich und kann für Folgeunfälle haftbar gemacht werden.“ Zudem habe er in Abstimmung mit der Gemeinde Geltendorf gehandelt, die als Straßenlastträger für die Verkehrssicherheit zuständig ist. Erst jetzt hat der Fahrzeughalter die Rechnung für die gesammelten Bemühungen von Feuerwehr und Reinigungsfirma bekommen: runde 14000 Euro. Kapfhammer: „Er kann versuchen, das Geld von seiner Haftpflichtversicherung zurück zu bekommen – oder vom Fahrer als dem eigentlichen Verursacher des Schadens.“

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